Kirchen, Islamische Gemeinde und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre gemeinsame Aktion zum Bettag (20. September) unter das Motto «wahr?nehmen». Sie rufen dazu auf, «die andere Seite wirklich zu sehen, zuzuhören und anzunehmen, auch wenn sie uns fremd erscheint», heisst es im Begleittext.

Der Begleittext im Wortlaut:

Wahrnehmen beginnt dort, wo wir innehalten und uns dem zuwenden, was ist – ohne vorschnelles Urteil. Es bedeutet, die andere Seite wirklich zu sehen, zuzuhören und anzunehmen, auch wenn sie uns fremd erscheint.
In einer Zeit, die oft von schnellen Meinungen, Fakes und klaren Fronten geprägt ist, wird bewusstes Wahrnehmen zur Herausforderung. Und zugleich zu einer grossen Chance: Es eröffnet Räume für Verständnis, für Begegnung, für neue Perspektiven und Reflexion.

Gelingt es uns, die Wirklichkeit so wahrzunehmen, wie sie ist? Wenn wir den Mut finden, Unterschiede auszuhalten und dennoch zusammenzustehen, bewahren wir damit das Wertvolle unserer Gemeinschaft, das uns trägt: Vertrauen und Zusammenhalt.

Gemeinsam den Dialog fördern
«wahr?nehmen» ist eine Aktion der Luzerner Landeskirchen, der Islamischen Gemeinde Luzern und des Kantons Luzern zum Bettag 2026. Seit 2009 treten die Beteiligten an diesem staatlichen Feiertag gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie wollen damit einen Beitrag zum Zusammenhalt in der Bevölkerung leisten. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft wird es immer wichtiger, einander bewusst wahrzunehmen, zuzuhören und Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Lebenswelten und Überzeugungen.

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Notfallseelsorgende und Care Givers sind bei Suizid, ausserordentlichen Todesfällen oder schweren Verkehrsunfällen im Einsatz. Sie begleiten Angehörige, unverletzte Beteiligte, Zeugen oder beim Überbringen von Todesnachrichten. 2025 waren sie im Kanton Luzern bei 117 Ereignissen und während 985 Stunden im Einsatz.

Medienmitteilung vom 3. März 2026

Im Kanton Luzern sind täglich zwei Notfallseelsorgende und Care Givers auf Pikett. Aufgeboten werden sie vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder der Feuerwehr. «Erfolgt ein Aufgebot, so sind wir in der Regel innerhalb von 45 Minuten am Einsatzort», erklärt Christoph Beeler-Longobardi, Co-Leiter ökumenische Notfallseelsorge/Care-Team Kanton Luzern. Im Jahr 2025 standen die Teammitglieder bei 117 Ereignissen im Einsatz (Vorjahr 97) und leisteten während 985 Stunden (Vorjahr rund 980) psychologische und seelsorgerliche Unterstützung. «Bei einem schlimmen Vorfall zieht es Angehörigen und Beteiligten den Boden unter den Füssen weg. Unsere Aufgabe ist es, Ereignisse, Gefühle und Handlungen in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, um dadurch wieder handlungsfähig zu werden», so Beeler-Longobardi.

Erstmals über 100 Einsätze

Im Jahr 2025 waren die Teams bei mehr als 117 Ereignissen präsent. «Im Vergleich der letzten Jahre ist dies die mit Abstand höchste Zahl», sagt Christoph Beeler-Longobardi. Am häufigsten gerufen wurden Notfallseelsorgende und Care Givers bei ausserordentlichen Todesfällen. Das sind beispielsweise plötzliches Herzversagen in der Öffentlichkeit oder zuhause. Die Zahl solcher Ereignisse stieg auf 37 (Vorjahr 35). Zugenommen haben weiter die Präsenz bei 29 suizidalen Ereignissen (Vorjahr 23).

Weiterbildung und Training

Schwerpunkt der Ausbildung bildete im Jahr 2025 eine grosse Übung: 60 Figuranten und 50 Care Giver haben dazu in Ruswil an einem fiktiven Ereignis während eines Gottesdienstes teilgenommen. Es ging dabei um die Zusammenarbeit innerhalb des Teams sowie mit Polizei und betroffenen Institutionen wie Kirchgemeinde, Pfarrei, Alterszentrum und Schule. Krisenkonzepte konnten so aufeinander abgestimmt werden.

Zusammenarbeit von Kirchen und Kanton

Trägerin des Angebots sind die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche gemeinsam mit dem Kanton Luzern. Die Leitung des Teams teilen sich Christoph Beeler-Longobardi und Franziska Tschupp in einem Pensum von insgesamt 40 Prozent. Rund 40 Care Givers und Notfallseelsorgende sind im Team.

Tschupp hat die Stelle als Co-Leiterin im Rahmen eines 25-Prozent-Pensums per Anfang Jahr 2026 angetreten. Während den ersten beiden Monaten hat sie sich eingearbeitet und das Team kennengelernt. Tschupp löste Thomas Seitz ab, der die Notfallseelsorge/Care Team während 15 Jahren mitgeleitet hatte.

Christoph Beeler-Longobardi und Franziska Tschupp leiten seit Anfang 2026 die ökumenische Notfallseelsorge/Care-Team Kanton Luzern gemeinsam. | © Roberto Conciatori
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Die Kirchen machten sich am Freitagabend (23. Mai 2025) in der Schweiz zum Erlebnis. Auch im Kanton Luzern: Über 70 Pfarreien und Kirchgemeinden luden ein und gestalteten ein lebendiges Programm für alle Generationen. Rund 3000 Personen nahmen teil.

Medienmitteilung vom 24. Mai 2025

Das Orgelgeheimnis ergründen, den Kirchturm ersteigen, ums Feuer sitzen, Tanzschritte erproben, in den Sternenhimmel gucken, Musik geniessen, in der Kirche übernachten – all das und mehr gehörte zur «Langen Nacht der Kirchen» 2025.

«Wir waren von der grossen Besucherzahl – etwa 300 – völlig überrascht», sagt etwa Romeo Zanini vom (katholischen) Pastoralraum Emmen-Rothenburg. Zanini hebt die Durchmischung des Publikums hervor: «Vom Kleinkind bis zur ältesten Generation: Es wurde miteinander gefeiert.» Barbara Ingold, reformierte Pfarrerin in Reiden, spricht von einem «gelungenen, farbenfrohen Anlass, bei dem sich Menschen aus verschiedenen Kulturen trafen und kulinarische Entdeckungen aus aller Welt machen konnten». Und: «Es konnten gute Kontakte geknüpft werden.» Das bestätigt Klara Porsch vom Pastoralraum Region Werthenstein: Ihr fiel zudem auf, dass über die Pfarreigrenzen hinweg Angebote besucht worden seien.

150 Veranstaltungen, 3000 Besuchende

Die «Lange Nacht der Kirchen» ist eine grosse Erlebnisnacht, die am Freitag, 23. Mai 2025, zum fünften Mal in der Schweiz und zum zweiten Mal im Kanton Luzern stattfand. 18 Kantone machten diesmal mit, fast ausnahmslos ökumenisch und sieben mehr als vor zwei Jahren. Im Kanton Luzern, getragen von den drei Landeskirchen (katholisch, reformiert, christkatholisch), besuchten etwa 3000 Personen die rund 150 Angebote. Was alle etwa 70 Orte verband: Die Türen standen offen, die Angebote waren kostenlos, und überall begegneten sich Menschen in einer Atmosphäre von Wertschätzung und Offenheit. Möglich wurde dies auch dank des Engagements unzähliger Freiwilliger.

Die nächste Lange Nacht der Kirchen findet am Freitag, 4. Juni 2027, statt.

Zum Wohl! An der Cocktailbar des Jugendkirche-Teams der reformierten Kirche Willisau. | © Roberto Conciatori
Stärkung zu vorgerückter Stunde: Im «Lustgärtli» der katholischen Kirche Willisau offerierte die Jubla Würste vom Feuer. | © Roberto Conciatori
Einmal selbst in die Orgeltasten greifen: Organistin Daniela Erni machte das in der reformierten Kirche Reiden möglich. | © Roberto Conciatori
Dsa macht Eindruck: In Reiden führte Pfarrer Ulf Becker (links) in den Turm der reformierten Kirche. | © Roberto Conciatori
Ins unendliche All schauen: Der Sternenhimmel an der Kirchendecke, dazu Musik – ein nächtliches Erlebnis in der kathlolischen Kirche Malters. | © Roberto Conciatori
Am Graffiti-Workshop mit Sprayer Rayo bei der reformierten Kirche Gerliswil in Emmen. | © Emanuel Ammon
Eine Tanzdarbietung in der Reformierten Kirche Emmen-Rothenburg . | © Emanuel Ammon
Die Peterskapelle in Luzern für einmal in anderem Licht: an der Aufmischbar wurden Drinks serviert und es gab viel Gesprächsstoff. | © Emanuel Ammon
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Bilder in Druckauflösung

Die sechs ersten Bilder dieser Galerie können hier in Druckauflösung heruntergeladen werden (auf Link klicken, rechte Maustaste, «Bild speichern unter»). Alle Bilder: Roberto Conciatori

Den ökumenischen Gottesdienst an der LUGA vom 4. Mai gestalten Adrian Bolzern und Claudia Speiser. Ein Jodlerdoppelquartett begleitet die Feier. Und ein Bauchredner sorgt für Lacher.

Wann haben Sie das letzte Mal gelacht? Und: Kann Humor ein verbindender Türöffner sein? Der ökumenische LUGA-Gottesdienst lädt die Teilnehmenden dazu ein, sich in einer ebendigen und offenen Atmosphäre mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Mit Geschichten aus dem Alltag, geistlichen Impulsen und einer Prise Leichtigkeit wird gemeinsam erkundet, welche Rolle Humor im Glauben, in der Gemeinschaft und im Miteinander spielt. Denn ein Lächeln kann Brücken bauen, Herzen öffnen und vielleicht sogar einen neuen Blick auf das Leben schenken.

Der katholische Circus-Markthändler-Schaustellerseelsorger Adrian Bolzern und die reformierte Pfarrerin Claudia Speiser gestalteten den Gottesdienst. Musikalisch umrahmt diesen das Jodlerdoppelquartett Sportfreunde Luzern. Für besondere Momente voller Witz und Charme sorgt Marco Knittel – einer der besten Bauchredner des Landes. Mit seinem frechen Pinguin Rudi, dem neugierigen Hasen Frederik und dem eigensinnigen «Pupertier» Lars bringt er nicht nur Puppen zum Sprechen, sondern auch das Publikum zum Lachen. Seine Show ist ein Höhepunkt des Gottesdienstes – und ein wunderbares Beispiel dafür, wie Humor Menschen verbindet und neue Perspektiven öffnet.

  • Ökumenischer Gottesdienst an der LUGA, Sonntag, 4. Mai 2025, 10.15 Uhr, Eventbühne
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Sich mit Herz und Mut mit anderen Meinungen auseinandersetzen: Kirchen, Islamische Gemeinde und Kanton Luzern rufen zum Bettag unter dem Motto «herzwärts» dazu auf, nach innen zu hören.

Medienmitteilung vom 2. September 2024

Ängste und Sorgen begleiteten heute den Alltag vieler, auch schon junger Menschen, heisst es im Aufruf zum Bettag 2024. Die Absender fragen darin, ob es «nicht gar not-wendend» sei, sich «inmitten alternativer Fakten, zunehmender Polarisierung und schmerzlicher Gewalt» herzwärts zu orientieren, den Menschen mit offenem Herzen zu begegnen und sie so wahrzunehmen?

Dies bedinge Offenheit und Toleranz, gegenseitige Achtung und Wertschätzung, Respekt und Solidarität. Und es brauche «beherzten Mut, sich mit unterschiedlichen Meinungen auseinanderzusetzen, sie zu reflektieren und so zu einem gemeinsamen Handeln zu finden, das uns heute und in Zukunft Wohlergehen und Frieden ermöglicht». Landeskirchen, Islamische Gemeinde und Kanton Luzern fordern dazu auf, in Selbstverantwortung wie gemeinsamer Verantwortung sich für den Schutz und Erhalt unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen einzusetzen, für unser «Zusammenleben und Wirken in einer Gesellschaft, in der allen Menschen ein gutes Leben möglich ist».

Plakate vor den Kirchen und Spots in den Bussen weisen auch in diesem Jahr auf die Aktion zum Bettag hin. Pfarreien, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften nehmen diese jeweils für die Gestaltung ihrer Feiern zum Bettag auf. Oft sind diese ökumenisch oder interreligiös.

Kirchen und Kanton gemeinsam seit 2009

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wird seit 1848 in allen Kantonen jeweils am dritten Sonntag im September gefeiert. Es ist ein staatlicher Feiertag. Im Kanton Luzern gilt der Bettag als Hoher Feiertag, in einer Reihe mit dem Karfreitag, dem Ostersonntag oder dem Weihnachtstag. Die christkatholische, evangelisch-reformierte und römisch-katholische Landeskirche, die Islamische Gemeinde Luzern und der Kanton treten seit 2009 mit einer gemeinsamen Aktion zum Bettag an die Öffentlichkeit. Die Aktion unter einem jährlich wechselnden Motto soll zum Nachdenken anregen.

Der Bettagsaufruf im Wortlaut

Eine neue Richtung für die Gemeinschaft, den Staat, die Kirchen, für Vereine, Verbände und für die Wirtschaft? Wo fängt HERZwärts an und was, wenn noch viel mehr Menschen diesen Weg begingen? Mit diesem aussergewöhnlichen Wort und Thema lädt der diesjährige Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag zum Denken und Handeln ein.

Frieden, Sicherheit und Wohlergehen sind nicht selbstverständlich. Wir sind mit grossen Herausforderungen konfrontiert, Ängste und Sorgen begleiten den Alltag vieler, auch schon junger Menschen. Ist es inmitten alternativer Fakten, zunehmender Polarisierung und schmerzlicher Gewalt nicht gar not-wendend, uns HERZwärts zu orientieren, den Menschen um uns herum mit offenem HERZen zu begegnen und sie so wahrzunehmen?

Dazu braucht es Offenheit und Toleranz, gegenseitige Achtung und Wertschätzung, Respekt und Solidarität. Und es braucht beHERZten Mut, sich mit unterschiedlichen Meinungen auseinanderzusetzen, sie zu reflektieren und so zu einem gemeinsamen Handeln zu finden, das uns heute und in Zukunft Wohlergehen und Frieden ermöglicht.

Gelingt es uns, in Selbstverantwortung auch gemeinsam Verantwortung zu übernehmen? Verantwortung für die Gestaltung unseres Lebensumfeldes, für den Schutz und Erhalt unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen, für unser Zusammenleben und Wirken in einer Gesellschaft, in der allen Menschen ein gutes Leben möglich ist.

Im Grunde unseres HERZens wissen wir darum, und Vieles geschieht, was hoffnungsvoll stimmt und Zuversicht gibt. Möge dieser Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag Anstoss geben, daran weiter zu wirken, an dem Ort, wo wir leben, und mit den Fähigkeiten, die wir in uns tragen. So tasten wir uns vorwärts, seitwärts und auch mal rückwärts – und dabei hoffentlich immer HERZwärts.

  • Katholische Kirche im Kanton Luzern
  • Reformierte Kirche Kanton Luzern
  • Christkatholische Kirchgemeinde Luzern
  • Islamische Gemeinde Luzern
  • Regierungsrat des Kantons Luzern

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Gemeinsame Aktion zum Bettag seit 2009

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wird seit 1848 in allen Kantonen jeweils am dritten Sonntag im September gefeiert. Er ist ein staatlicher, über Konfessionsgrenzen reichender Feiertag. Im Kanton Luzern gilt der Bettag als Hoher Feiertag, in einer Reihe mit dem Karfreitag, dem Ostersonntag oder dem Weihnachtstag. Die katholische, reformierte und christkatholische Landeskirche, die Luzerner Regierung und die Islamische Gemeinde Luzern treten seit 2009 mit einer gemeinsamen Aktion zum Bettag an die Öffentlichkeit. Die Aktion unter einem jährlich wechselnden Motto soll zum Nachdenken anregen.

Gestern (2. Juni 2023) fand im Kanton Luzern die erste «Lange Nacht der Kirchen» statt. Diese war Teil einer gemeinsamen Aktion mit weiteren zehn Kantonen und in verschiedenen europäischen Ländern. 100 Kirchgemeinden und Pfarreien der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen boten Erlebnisse an, an denen rund 9000 Personen teilnahmen.

Konzerte, Markt der Nationen, Improtheater, Vinyl-Disco, Pilgern, Foto-Safari, Filmnacht, Geisterstunde, Grillabend, Barbetrieb, Lagerfeuer und vieles mehr standen auf dem Programm, verteilt an vielen Standorten im gesamten Kanton. Die «Lange Nacht» war ein Erfolg: Die Rückmeldungen der Teilnehmenden wie der Veranstaltenden waren durchwegs positiv. Von einem «riesigen Erfolg» spricht etwa Karin MacKevett vom Pfarreirat Escholzmatt: «Alle Altersgruppen einbezogen, viele Musikrichtungen, strahlende Gesichter, perfektes Wetter, vielfältiges Programm, Kirche einmal anders erlebt.» Im Pastoralraum Oberes Entlebuch wurden rund 1600 Besucherinnen und Besucher gezählt. In Buchrain wiederum war das Konzert mit der Sängerin Jaël und deren Band ausgebucht, die anschliessende Vinyl-Disco war nicht minder gut besucht. «Wow, wieso kann Kirche nicht immer so eindrücklich sein?», freut sich Mark Steffen von der reformierten Teilkirchgemeinde Buchrain-Perlen.

2025 geht es weiter

Dem ökumenischen Gedanken folgend, spannten dieses Jahr für die «Lange Nacht» die katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen im Kanton Luzern und in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich zusammen. Gemeinsam organisierten sie einmal mehr eine besondere Nacht für alle, die Kirche einmal auf eine andere Art und in einem anderen Licht erleben möchten.

Die katholische, reformierte und christkatholische Landeskirche Luzern danken den Veranstaltenden für die vielfältigen Erlebnisse und den Teilnehmenden für das Kommen in der Sommernacht des 2. Juni 2023. Dieses Angebot hat eine internationale Ausstrahlung und spricht alle Generationen an. Die nächste Lange Nacht der Kirchen findet am Freitag, 23. Mai 2025, statt.

Beromünster | © Emanuel Ammon
Römerswil | © Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Buchrain | © 2023 Emanuel Ammon
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Peterskapelle Luzern | © 2023 Emanuel Ammon
Zell | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Ebikon | © 2023 Marcel Bucher
Emmen-Rothenburg | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Menznau | © 2023 Martin Zemp
Ufhusen | © 2023 Mathias Bühler
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Bilder in Druckauflösung

Die ersten fünf Bilder dieser Galerie können hier in Druckauflösung heruntergeladen werden (auf Link klicken, rechte Maustaste, «Bild speichern unter»):

  • Beromünster, am Lagerfeuer (Bild Emanuel Ammon)
  • Buchrain, Konzert mit Jaël & Band (Bild Emanuel Ammon)
  • Dagmersellen, in der dicht besetzten Kirche (Bild Matthias Bühler)
  • Escholzmatt, in der Kirche (Bild Martin Zemp)
  • Römerswil, Fackelspaziergang (Bild Nique Nager)

Nach längerer Sendepause kommt nun der dritte Film der Serie «Kirche kommt an» heraus. Mit bewegenden Bildern aus dem KaLa 2020+ in Rotkreuz zeigt er, welch tolles Erlebnis ein Sommerlager sein kann und warum es das auch weiterhin braucht.


Der Filmemacher Jonas Blaser von gangoluege, einst selbst aktiver Jungwächtler, ging für uns auf die Bilderpirsch im KaLa 2020+. Denn so ein bisschen Lagerfeeling nimmt er auch heute noch gern mit. Oder eben mit seiner Kamera auf. Er hat die Jungwacht Meggen vom Morgenturnen bis zum abendlichen Lagefeuer begleitet.

Dreharbeiten auf dem Lagerplatz der Jungwacht Meggen in Rotkreuz. Auch Co-KaLa-Präsidentin Anja Amrein sitzt im Boot. | © 2021 Fleur Budry

Mit dem Slogan «Kirche kommt an» anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Landeskirchen im Kanton Luzern wollen wir zeigen, wo Kirche überall drinsteckt. Stets mit dabei: das Jubiläumsboot, das die vergangenen Monate viel umhergereist ist. Es passe denn auch gut ins KaLa, «weil wir immer auch ein bisschen die gleichen Wellen reiten», meint Anja Amrein vom Co-Präsidium. Sie erklärt im Film auch, dass die Jubla finanziell auf drei Pfeilern steht. Und dass die Kirche einer davon ist. Ansonsten gehts im Film aber vor allem ums Erleben. «Wenn es die Jubla nicht gäbe, wäre man nie draussen. Also man wäre schon draussen, aber hätte nicht so viel Spass mit Anderen», kommt Nando von der Gruppe Kobra gleich zu Beginn zu Wort. Und egal ob Jubla oder Pfadi, nach dem Sommerlager ist vor dem Sommerlager – dass diese zwei Wochen sowohl für die Kinder als auch für die Lagerleitung ein besonderes Erlebnis sind, kommt mit den bewegenden Bildern von Jonas Blaser rüber. Wer selbst schon mal im Sommerlager war, wird nach dem Film wieder einmal den Geruch von sonnengetränkten Zeltplachen in der Nase haben. (Wir waren nämlich in der zweiten Woche dort. Hoi Sonne, tschau Räge.)

Fleur Budry

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In der Gruppe «Mein Weg» verbringen junge Menschen mit und ohne Behinderung Zeit miteinander. Sie teilen ihren Alltag, sie kochen zusammen, sie feiern. Die Gruppe, getragen von der katholischen und reformierten Landeskirche, besteht seit zehn Jahren.

Um die 20 Namen stehen auf der Adressliste von «Mein Weg», etwa die Hälfte traf sich am Freitag Abend (4. September) auf der Terrasse der katholischen Landeskirche, um das Jubiläum zu feiern. Mit dabei auch Max Scheitlin (29), der 2008 in einem Gespräch mit dem damaligen Behindertenseelsorger Gregor Gander den Wunsch geäussert hatte, eine Jugendgruppe von Menschen mit und ohne Behinderung zu bilden. Die Idee nahm Gestalt an, und am 5. Mai 2010 fand das erste Treffen statt. Seither ist «Mein Weg» für viele Jugendliche ein wichtiger Freundeskreis.

«Ein unkompliziertes Miteinander»

«Es geht um einen Austausch und die Darstellung seiner grossen sowie kleinen Wünsche, Ziele und Lebensträume – um eine Vision ihres Lebens», schrieb der Max Scheitlin damals in einer Medienmitteilung. Hans Sutter, reformierter Sozialdiakon im Ruhestand, spricht heute von einem «unkomplizierten Miteinander». Er leitet die Gruppe mit Heidi Bühlmann von der Behindertenseelsorge der katholischen Landeskirche. Seit 2010 fanden rund 50 Treffen statt. Es gab schon Filmabende, Spielen und Kochen sind beliebt, viele Treffen richten sich nach den Jahreszeiten und Kirchenfesten, Religion und Glaube spielen immer wieder eine Rolle. «Wir machen alles gerne», hatte Brigitte Kunz im Mai 2019 in einem «Kirchenschiff»-Beitrag erklärt; am Jubiläumsabend ist sie mit ihrem Partner Gilbert Löhle wiederum dabei. Wichtig sei ihr, bei «Mein Weg» Freundinnen und Freunde zu treffen, die sie nicht oft sehe, und über Themen in den Austausch zu kommen, die nicht alltäglich seien.

Sandra Dietschi, welche «Mein Weg» von 2015 bis 2019 mitgeleitet hatte, erinnert sich an «berührende Gespräche», die sie oft erlebt hat: «Ihr lasst uns Anteil nehmen an euren Geschichten, das ist nicht selbstverständlich», dankte sie am Jubiläumsabend den Anwesenden. In der Gruppe «Mein Weg» werde nicht nur von Inklusion gesprochen, «hier wird sie gelebt», hatte Dietschi schon im erwähnten «Kirchenschiff»-Artikel betont.

Bisherige Leitungspersonen: auf katholischer Seite Gregor Gander (2010–2015), Sandra Dietschi (2015–2019) und Heidi Bühlmann (seit 2019), auf reformierter Seite Stefan Sägesser (2013–2015), Hans Sutter (seit 2015)

KONTAKT: Heidi Bühlmann, Behindertenseelsorge der kath. Landeskirche, 041 419 48 43, heidi.buehlmann@lukath.ch

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Kirche bietet handfeste Hilfe. In Luzern unterstützt die kirchliche Gassenarbeit Menschen, die von Sucht und Armut betroffen sind, in allen Lebenlagen. Die Kirche, damals Gründerin des Trägervereins, setze hier ihre urchristliche Haltung in die Tat um, sagt Seelsorger Franz Zemp.

«Uns geht es um die Würde jedes einzelnen Menschen, um Gerechtigkeit und Selbstverantwortung», sagt Zemp. Das heisst zum Beispiel, ganz praktisch: In der Kontakt- und Anlaufstelle gibts Duschen und saubere Kleider. «Damit Frauen und Männer trotz Sucht und Armut einigermassen gepflegt, frisiert und gut angezogen unterwegs sein können», wie die Mitarbeiterin Angelika Wanner sagt. Oder das Paradiesgässli: Es kümmert sich um die Kinder von süchtigen oder armutsbetroffenen Eltern. Hier geht es um Verantwortung und Erziehungskompetenz, um Rechts- und Finanzfragen.

Der Barmherzige Samariter machte es vor

«Dabei entscheiden wir nicht über jemanden, sondern mit ihm», betont Franz Zemp. Der Theologe ist seit August 2015 Seelsorger «uf de Gass» und seither für die Menschen am Rand ein Boot-Schafter in vielerlei Hinsicht: er hört zu, hat Zeit, findet die Worte, wenn sie anderen fehlen. Sich einzusetzen für andere sei «eine urchristliche Aufgabe», sagt Zemp, und beruft sich dabei auf den barmherzigen Samariter aus der Bibel, der für den von Wegelagerern Ausgeraubten zu einer Herberge führt und den Wirt für Obdach und Pflege entlöhnt.

Die katholische Kirche Stadt Luzern hatte die Gassenarbeit 1985 gegründet; sie bildet bis heute mit der reformierten Stadtkirche und den drei Landeskirchen die ökumenische Trägerschaft des Vereins Kirchliche Gassenarbeit. Längst fliessen auch staatliche Gelder in die Gassenarbeit; Kirchen und Staat teilen sich die Aufgabe heute in gegenseitiger Verantwortung.

Viele Anlegestellen

Die kirchliche Gassenarbeit Luzern besteht aus fünf Betrieben: der Gassenküche, der Kontakt- und Anlaufstelle, dem Schalter 20, der aufsuchenden Sozialarbeit und der Seelsorge. Vergangenes Jahr nutzten rund 950 Klientinnen und Klienten diese Angebote (siehe Kasten).

Vertreterinnen und Vertreter der Betriebe erklären im ersten Kurzfilm, der im Jubiläumsjahr der Landeskirchen entsteht, was «Kirche kommt an» bei ihnen bedeutet. Im Verlauf des Jahres entstehen drei weitere solche Filme; Regie führt jeweils die Luzerner Filmemacherin Antonia Meile. Von weiteren Anlegestellen berichten die Kirchen in Text und Bild; alle Beiträge sind über die Website kirche-kommt-an.ch verfügbar. Unter anderem führt die Bootsfahrt im Februar zur Notfallseelsorge und am 15. März zum Wallfahrtsort Heiligkreuz.

Dominik Thali

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Praktische Hilfe im Alltag

«Wir wissen, dass es nie eine suchtfreie Gesellschaft geben wird. Die Suchtformen wie auch unser Zielklientel verändern sich indessen ständig. Uns ist es wichtig, zeitgemäss zu bleiben», sagt Franziska Reist, Geschäftsführerin des Vereins Kirchliche Gassenarbeit seit Oktober 2018. Darauf war der Verein schon immer bedacht. So führte er beispielsweise im Jahr 2000 ein damals ein in der ganzen Schweiz einzigartiges Angebot für suchtbetroffene Eltern und ihre Kinder ein – das Paradiesgässli. Dieses feiert nun im Februar 2020 sein 20-jähriges Bestehen. 

Im vergangenen Jahr (2019) nutzten insgesamt 949 Klientinnen und Klienten die Angebote des Vereins Kirchliche Gassenarbeit, durchschnittlich 80 Klientinnen und Klienten suchten täglich die GassenChuchi – Kontakt- und Anlaufstelle auf. 10‘447 Essen wurden ausgegeben, 387 Wunden behandelt. 338 Mal wurde geduscht und 572 wurden Kleider gewaschen. Die Beratungsangebote führten 90 Einkommensverwaltungen und 304 Sozialberatungen und das Paradiesgässli betreute 80 Familien mit deren 100 Kindern.

Acht Leute kommen durch Inputs zu Ritualen im Familienalltag miteinander ins Gespräch. Was zaghaft beginnt, wird immer dichter, mitunter sehr heiter, und es wird deutlich, wie wertvoll der Austausch unter Eltern für alle Beteiligten ist. Ein Beobachtungsbericht mit open End.

«Hallo Michaela.»
«Hoi Karin.»
«Jo ciao, hoi Bernadette!»
«Sali.»
«Hallo, freut mich, Elisabeth.»

Der Einstieg fiel leicht, war man doch mit dem Ritual der Begrüssung bereits mitten im Thema. «Mit Ritualen den Familienalltag gestalten», so hiess der zweite Abend für Eltern, der im Rahmen des Pilotprojekts «Getauft – und jetzt?» in der Pfarrei Römerswil angeboten wurde. «Sich in irgendeiner Form zu begrüssen, das kennen alle, es als Ritual wahrnehmen, das tun die wenigsten», meint Thomas Villiger-Brun, Mitarbeiter Fachbereich Pastoral in der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern, der zusammen mit der Religionspädagogin Rita Amrein-Stocker durch den Abend leitet. Von dieser Achtsamkeit handelt der Abend.

Wider das Chaos

Vielleicht ist es das Schicksal vieler Rituale: Sie verkommen zu Gewohnheiten, werden automatisiert, gehen unter. Aber sie verschwinden nicht einfach so. Darum ist es wohltuend, sie wieder einmal aufzuzählen: Kindern Gschichtli erzählen, zusammen essen, singen/beten vor dem Essen, Abschiedskuss, einen guten Morgen wünschen, Geburtstag/Namenstag feiern, Abendgebet, Gott Danke sagen, jemanden an die Tür begleiten, den Tag Revue passieren lassen, sich entschuldigen, eine Kerze anzünden für…, Weihwasser geben/nehmen, Begrüssung, Verabschiedung, zusammen anstossen.

Die Liste wird im Verlauf des Abends immer länger. Ausgelöst hat dieses Zusammentragen von Ritualen auch, dass den Teilnehmerinnen wieder bewusst wurde, was sie bereits alles machen. Wow. Stimmt ja.

In der Auseinandersetzung mit den gesammelten Ritualen kamen die Mütter und ein Vater schnell ins Gespräch auch darüber, wo diese gelingen, und wo nicht. «Beim ersten Kind war das anfangs irgendwie eine Katastrophe. Beim zweiten lief es dann einfach», erinnert sich eine Teilnehmerin. «Ja, man sollte gleich beim dritten Kind anfangen», kontert eine andere, und die Stimmung wird immer lockerer, vertrauter auch. Als Familie muss erst ein Weg gefunden werden, Rituale in den Alltag zu integrieren und vor allem: die passenden zu finden. «Die ganze Theorie ist ja nett, aber bei mir in der Praxis sieht das ein bisschen anders aus. Manchmal geht es einfach nicht.» Fast schon ein bisschen erleichtert ist eine Mutter nach dieser Meldung. Und alle stellen fest: Chaos im Alltag gibt es halt auch.

Eine Mutter von bereits erwachsenen Kindern kann dann wieder beschwichtigen, dass die Familie ja mit der Zeit wachse, auch zusammenwachse, sie wird gefestigter, und dabei können Rituale unterstützend wirken. «Rituale bilden dank ihrer entschleunigenden Wirkung einen Kontrast im oft so hektischen Alltag», sagt Rita Amrein-Stocker. «Wir müssen selbst eine Sprache finden für das, was passiert, für das Unerklärbare, für das Göttliche.» Kinder können uns dabei helfen, diese Sprache zu entwickeln, Zeichen zu finden. Denn Kinder fragen einfach, sind direkt.

Familienrat

Freitagabend. Bei Familie Amrein-Stocker war das die Zeit für den gemeinsamen Wochenrückblick. Über die Woche hinweg konnten Themen und Anliegen auf Zettel geschrieben und in den Familienrat-Briefkasten geworfen werden. Diese Themen wurden dann gemeinsam angegangen, diskutiert, es wurde über Entscheidungen verhandelt, ein «Das stört mich, weil…» hatte genau so Platz wie «Nachfreuen».

Auch bei Villiger-Bruns gabs den Rat. Auf einer Wandtafel wurden die Themen zusammengetragen. «Dürfen wir über alles hier im Familienrat beschliessen?», fragten die Kinder eines Tages. Und ja, weil das die Idee dieser Treffen ist, wurden die Eltern mit 3:2 überstimmt und der Fernseher kam ins Haus. Mit Regeln zu dessen Nutzung natürlich.

Mit dem Familienrat geben Rita Amrein-Stocker und Thomas Villiger-Brun einen nächsten Input in den Abend. Aus eigener Erfahrung sprechend, konnten sie die hierfür wichtigen Punkte für die Umsetzung herausfiltern: «Die Regelmässigkeit solcher Treffen ist wichtig», betont Villiger-Brun. Weiter gelte es, den richtigen Zeitpunkt zu finden, an dem sich die Familie (z.B. wöchentlich) trifft. So wird der Familienrat zum verbindlichen Termin. Und bitte, ein bisschen Atmosphäre schaffen. Da ist es leichter, ins Gespräch zu kommen.

Mitsprache und Schutz sind zwei weitere Stichworte, die für einen funktionierenden Familienrat mitbedacht werden müssen. Er soll dem Alter der Kinder angepasst sein, soll nicht überfordern, sondern das Verständnis füreinander fördern. Das ist wie mit dem Joghurtregal im Supermarkt: Anstatt das dreijährige Kind direkt vor dem Regal zu fragen, welche Sorte es denn gerne hätte, suchen sich die Eltern besser drei bis fünf Sorten aus und lassen das Kind zuhause am Kühlschrank wählen.

Fleur Budry

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Rituale


Aus dem Lateinischen ritu (nach Art, wie) stammend, definiert das Ritual eine Grundordnung (festgelegtes Zeremoniell). Es kann von weltlicher oder religiöser Art sein. Ein Ritual braucht einen wiederkehrenden Ablauf und hat symbolische Bedeutung, ist also mehr als eine Gewohnheit. Religiöse Rituale weisen über sich hinaus (z.B. Kerze anzünden, um an jemanden zu denken) und helfen, Übergänge zu gestalten. Sie geben Sicherheit im Alltag und stiften sowohl Identität als auch Gemeinschaft. Rituale verbinden uns – auch mit Gott.


Buchtipp

Monika Arnold: «Religiöse Rituale geben Vertrauen und Geborgenheit – Für den Alltag mit Kindern von 0 bis 3», Don Bosco Verlag 2017, ISBN 978-3-7698-2321-9

«Rituale sind gleichbleibende und sich wiederholende Abläufe und Handlungen, die Kindern Verlässlichkeit, Orientierung und Sicherheit vermitteln. Überdies fördern religiöse Rituale die Persönlichkeitsentwicklung und unterstützen die Entwicklung einer spirituellen Kompetenz», schreibt der Don-Bosco-Verlag über dieses Praxisbuch. «Es bietet Rituale zu den Ereigniszeiten des Tages: Morgenkreis, Wickeln, Essen, Schlafen – Aufwachen, Verabschieden; entwicklungsbezogene Rituale zur Körperwahrnehmung und Identität, sowie Rituale zu den Festen im Jahreskreis. Enthalten sind auch 16 Lieder und Liedrufe, die als mp3-Dateien heruntergeladen werden können.»