Kannst du nicht ins Lager, kommt das Lager eben zu dir. Die Behindertenseelsorge bereitet deshalb ihren Gästen, welche diese Woche wegen der Corona-Krise nicht in Delsberg weilen können, jeden Tag eine Überraschung. Um gleichwohl «etwas Farbe und Abwechslung» in den Alltag zu bringen, wie die Verantwortlichen schreiben.

«Ich habe mich so auf diese Woche gefreut», sagt Rachèle Ryf. «Und war so enttäuscht, als die Absage kam.» Sie versteht den Grund – und mag sich aber nicht lange damit abgeben. Das Lachen lässt sich die 35-Jährige aus Sursee ohnehin nicht nehmen – es macht ihr Wesen aus. Sie strahlte also, als ihr vergangene Woche die Post ein dickes Couvert brachte, in dem acht weitere Couverts steckten: eines für jeden Tag, den sie zurzeit mit fast dreissig Kolleginnen und Kollegen in Delsberg verbringen würde. Ein sommerlicher Adventskalender sozusagen mit Allerlei zum Erzählen, Rätseln oder Ausmalen. Und einer selbstgemachten Aufklapp-Blume, die gestern Sonntag erblühte. Eines der Couverts enthält zudem ein Gebet: «Das soll uns alle miteinander verbinden, auch wenn wir uns nicht sehen», heisst es dazu im Begleitbrief.

Die Überraschung solle «etwas Farbe und Abwechslung in diese Woche bringen», schreiben Bruno Hübscher, Heidi Bühlmann, Marlis Rinert und Ursula Stiner. Die vier hätten die Delsberg-Woche gemeinsam geleitet. Bruno Hübscher ist der Behindertenseelsorger der katholischen Landeskirche, Heidi Bühlmann seine Mitarbeiterin; Marlis Rinert gehört ebenfalls zum Kernteam. Ursula Stiner trägt jeweils im Lager Mitverantwortung. Die Überraschungscouverts sind im Team von Heidi Bühlmann, Marlis Rinert und Ursula Stiner entstanden.

«Öppe chli tanze»

Rachèle Ryf ist mit zwei Schwestern aufgewachsen und lebt bei ihren Eltern in Sursee. In der Stiftung Brändi, nur ein paar Steinwürfe von ihrem Wohnort entfernt, hat sie ihren Arbeitsplatz im Restaurant Cayenne, wo sie Gäste bedient, abräumt und in der Küche gefragt ist. Vor drei Jahren wagte sich Ryf, die sich nicht so leicht auf Neues einlässt, das erste Mal nach Delsberg in die «Ferien- und Besinnungswoche für Menschen mit einer geistigen Behinderung». Davon sei sie «so begeistert» heimgekommen, dass die Woche seither ins Jahresprogramm gehöre, erzählt ihre Mutter Edith Ryf. Weshalb? Tochter Rachèle lacht – und zählt auf: «Kolleginnen und Kollegen treffen, die man nur einmal im Jahr sieht, etwas erleben, basteln, singen, Theater spielen, Ausflüge machen…» Und, ach ja, fast gings vergessen: «Öppe chli tanze mache ich auch gern.» Die Tage in Deslberg sind dicht.

Über Gott und das Leben reden

Die Behindertenseelsorge wird von der katholischen Landeskirche getragen, ist aber offen für alle Menschen. Als eines von vielen Angeboten (siehe Kasten) lädt sie jedes Jahr zu Ferienwochen in Delsberg ein; im Mai Menschen mit einer körperlichen Behinderung, im Juli solche mit einer geistigen. Rachèle Ryf fährt seit einigen Jahren mit, weil sie Marlis Rinert dazu ermunterte. Die beiden wohnen nicht weit voneinander entfernt und treffen sich ab und zu auf dem Arbeitsweg. Rinert, heilpädagogische Katechetin, setzt sich seit vielen Jahren freiwillig für die Behindertenseelsorge ein und gestaltet jeweils das Programm in Delsberg. Sie kennt Rachèle schon lange, war an der Heilpädagogischen Schule Sursee ihre Religionslehrerin und begleitete sie zur Erstkommunion und Firmung. Inzwischen nimmt Rachèle Ryf im Herbst jeweils an den Bibelkursen von Marlis Rinert teil. Geschichten aus der Bibel, das Leben von Jesus, die Kirche – das sind Themen, die Rachèle Ryf interessieren. «Ich rede gerne über Gott und das Leben», sagt sie. Rinert freut sich über den allemal guten Besuch. Sie staune immer wieder, berichtet sie welche Fragen die Menschen mit einer Behinderung stellten, «wie schnell wir jeweils in ihrem Alltag sind. Da gibts bei uns im Brändi auch, heisst es dann jeweilen.»

Die Überraschungscouverts gingen an alle, welche diese Woche nicht ins Lager nach Delsberg konnten. Die Auffalt-Blume steckte im Couvert von gestern Sonntag. | © 2020 Dominik Thali
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Die Behindertenseelsorge

Die Seelsorge für Menschen mit einer Behinderung ist ein Angebot der katholischen Kirche im Kanton Luzern, das seit 1974 besteht. Sie ist offen auch für Menschen anderer Konfessionen und Religionen. Zum engeren Team gehören Seelsorger Bruno Hübscher  als Leiter und Heidi Bühlmann, die das Sekretariat der Behindertenseelsorge führt, verantwortlich ist, die Besinnungs- und Ferienwochen in Delsberg mitorganisiert und das Freizeitprojekt «Mein Weg» leitet. Pater Christian Lorenz kümmert sich um Menschen mit Hörbehinderung, Yvonne Rihm leitet den Beratungsdienst für Religionsunterricht an Sonderschulen und Marlis Rinert  ist Projektverantwortliche Andachten, Kurse, Besinnungstage sowie Begegnungsgottesdienste.

Die zwei Ferienwochen in Delsberg sind zwei von vielen Angeboten der Behindertenseelsorge. Besuche und Gespräche in den Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung gehören zu Alltag, Gottesdienste dort und gemeinsam mit Pfarreien, Sakraments- und Abschiedsfeiern,  Wallfahrten und andere Ausflüge sind weitere Angebote. Die Behindertenseelsorge unterstützt auch Eltern und Angehörige sowie Mitarbeitende in den Einrichtungen.

Was hat mich durch die Coronazeit getragen? Am Philosophieabend der Behindertenseelsorge war das eine der Fragen. Und kam Gutes vom Grill auf den Tisch.

Am Donnerstag, 25. Juni, kamen sechs Frauen und Männer zum Philosophieabend für Menschen mit einer körperlichen Behinderung zusammen. Seit dem Corona-Lockdown war dies das erste Angebot der Behindertenseelsorge der katholischen Landeskirche, das wieder besucht werden konnte. Es war gleichzeitig die Gelegenheit, die neue Rollstuhlrampe einzuweihen, die auf den Balkon des Hauses am Abendweg 1 in Luzern führt.

Die Teilnehmenden erzählten sich gegenseitig, was sie in der Coronazeit getragen hatte und welche Geschichten, Weisheiten oder philosophischen Gedanken ihnen in dieser Zeit hilfreich waren. Dazu sang die Runde einige Lieder und genoss Köstlichkeiten vom Feuergrill, der auf dem Balkon angezündet wurde.

Für alle war zu vorgerückter Stunde klar, dass dies nicht der letzte «Philosophieabend mit Bräteln» war, den sie genossen hatten. Das Beisammensein und Austauschen über wichtige Lebensfragen tut Menschen mit und ohne Behinderung gut und wird in dieser oder ähnlicher Form sicher nächstens wiederholt.

Die neue Rollstuhlrampe auf den Balkon hält: Brigitte Kunz testet sie mit Erfolg. | © 2020 Bruno Hübscher
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Menschen, die sich begleitet das Leben nehmen wollen, können weder Sakramente noch seelsorgliche Begleitung erwarten. Die Bischöfe wägen in ihrer «Orientierungshilfe» zwar ab. Doch im (katholischen) Pfarreialltag ist ihr Schreiben nicht mehr als Papier.

Für die Bischöfe ist klar: Der «vorsätzlich assistierte Suizid» sei eine Sünde und «moralisch unentschuldbare Tat Tat», die dem Evangelium und den Sakramenten des Lebens widerspreche. In ihrer «Orientierungshilfe» (siehe Kasten) sprechen sie aber auch vom «überlegten Abwägen» jedes Einzelfalls. Es sei ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit, einer suizidwilligen Person und deren Familie beizustehen sowie «ein Zeichen für einen Gott des Lebens». Die Bischöfe verstehen ihr 36-seitiges Papier als Hilfe zur «richtigen seelsorglichen Begleitung» von Menschen, die mithilfe einer Sterbehilfeorganisation aus dem Leben scheiden wollten und sich zugleich an die Kirche wenden mit der Bitte um Begleitung und den Empfang der Sakramente.

«Nicht ich entscheide»

Solche Bitten häuften sich tatsächlich, stellt etwa Claudio Tomassini fest, Leiter des Pastoralraums Sursee. Und angegangen werde er eigentlich erst, wenn die Situation akut sei. Tomassini ist dann, wie den Bischöfen, das Gespräch wichtig. Während diese aber die Seelsorgenden auffordern, sie sollten «bis zuletzt versuchen», eine Person «von ihrem Vorhaben abzubringen», betont Tomassini, es sei nicht seine Aufgabe, zu entscheiden. Er wolle vielmehr sein Gegenüber dazu bringen, selbst auf seine Frage eine Antwort geben zu können. Für Tomassini ist dabei das eigene Gewissen «die letzte Instanz» und «ein wunderbares Geschenk». Er hat erfahren, dass Menschen  gerade in Notsituationen froh sind, jemanden zu haben, der ihnen im Gespräch dieses Gewissen schärft. «Zu sagen, dieses oder jenes sei eine Sünde, nützt dagegen niemandem etwas.»

An die Angehörigen denken

Das Gespräch ist auch Theres Küng wichtig, Leiterin des Pastoralraums Michelsamt. «Es geht nicht darum, ein eigenes Urteil zu fällen.» Küng berichtet von einer Person, die sich begleitet das Leben nehmen wollte und die sie auf die Möglichkeiten der Palliative Care hinwies. «Diese Person starb dann in einem Hospiz. Das war ein guter Entscheid, besonders für ihre Angehörigen.» In einem anderen Fall baten die Angehörigen einer suizidwilligen Person um seelsorgliche Begleitung. Küng war mit ihnen in Kontakt, auch am Tag des assistierten Suizids. Sie hält diese Zuwendung für ebenso wichtig. «Das kann am Ende auch der suizidwilligen Person helfen.»

Zu Widerspruch geführt hat die «Orientierungshilfe» der Bischöfe vorab dort, wo diese den Seelsorgenden erklären, wie sie Menschen begleiten sollen, die unmittelbar vor einem begleiteten Suizid stehen. Die Sakramente – Kommunion und Krankensalbung – könnten nur dann gespendet werden, heisst es in dem Papier, wenn die Möglichkeit bestehe, «die Person dahingehend zu begleiten, dass sie von der getroffenen Entscheidung Abstand nehmen kann». Und wenn der Akt des Suizid beginne, müssten die Seelsorgenden das Zimmer verlassen. Die Sakramente seien «stets Sakramente des Lebens» und könnten nicht als Vorbereitung für den Suizid gespendet werden, begründen die Bischöfe. Und: Das Zimmer zu verlassen, bedeute nicht, die Person zu verlassen. Die Kirche setze einen Sünder nicht mit seiner objektiven Sünde gleich. Die Bischöfe wollen weiter verhindern, dass die «Gegenwart im Auftrag der Kirche als eine moralische Unterstützung des assistierten Suizids aufgefasst werden könnte».

«In Absprache mit Gott»

In den sozialen Medien stiess diese Haltung auch auf Unverständnis: «Wenn überhaupt ein/e Seelsorger/in gerufen wird, geht es doch darum, zu begleiten bis zum Tod. Das Leben ist ein Geschenk, kein Zwang», kommentierte etwa Simone Curau-Aepli, Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds, auf Facebook. Der Medienpädagoge und frühere Thurgauer Synodale Thomas Merz befand, es habe « mit christlicher Nächstenliebe nichts zu tun», einen Menschen in der wohl schwierigsten Situation seines Lebens zu verlassen.

Wo seine Seelsorge bei einem assistierten Suizid «ihre Grenzen fände», weiss Roland Häfliger, Pfarrer des Pastoralraums Baldeggersee, nicht – er hat noch keinen solchen Fall erlebt. «Ich würde mich von dem leiten lassen, was in der konkreten Situation richtig ist. Und das auch tun, intuitiv und in Absprache mit meinem Chef, Gott», sagt Häfliger. Am Papier der Bischöfe könne  er «sich orientieren».

Urs Corradini, Leiter des Pastoralraums Mittleres Entlebuch, räumt ein, dass er «ein Problem» damit hätte, einen Menschen zu begleiten, der sich für den Tod mit einer Sterbehilfeorganisation entschieden habe. «Es liegt mir fern, jemanden zu verurteilen, der keinen anderen Ausweg mehr sieht. Hingegen ist es klar, dass es die Aufgabe der Seelsorge sein muss, Menschen zum Leben zu ermutigen.» Corradini nimmt die Gesellschaft als widersprüchlich wahr: Einerseits setze man sich für die Suizidvorbeugung ein, anderseits werde kranken und alten Menschen der Zugang zu Sterbehilfeorganisationen erleichtert.

«Versöhnt Abschied nehmen»

Hier hakt Simone Rüd ein, Seelsorgerin im Alterszentrum St. Anna Luzern mit langjähriger Erfahrung als Spitalseelsorgerin. Sie plädiert für Vertrauen in die Palliative Care. «Nur ganz selten» habe sie erlebt, dass starke Schmerzen nicht behandelt werden konnten, sagt Rüd. «Die grosse Mehrheit der Patientinnen und Patienten konnte dank sorgfältig eingesetzter Schmerztherapie und oft tiefen Gesprächen mit Fachpersonen und Angehörigen versöhnt und persönlich Abschied nehmen von dieser Welt.»

Eine Erfahrung, die viele Seelsorgende teilen. Vielen geht es aber auch wie Claudio Tomassini, der beim Thema assistierter Suizid «eine unglaubliche Verantwortung als Seelsorger und Mensch» spürt, die ihn «eigentlich» überfordere. Tomassini: «Ich komme selten so an meine Grenzen.»

Dominik Thali

«Da bleiben bei Sterbenden und Familien»

Medizin und Pflege sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung sollen ein Leben und Sterben in Würde ermöglichen: Dafür setzen sich die Kirchen im Kanton Luzern ein. Gregor Gander leitet deren Fachstelle Palliative-Care-Seelsorge, die seit 2017 besteht. Damit nähmen die Kirchen ihren Auftrag wahr, «Menschen in schwierigen Momenten verlässlich zu begleiten, da zu bleiben, bei den Sterbenden, den Familien und Freunden», sagt Gander.
Das schliesst für ihn nicht aus, auch Menschen zu begleiten, die freiwillig aus dem Leben scheiden. Die Kirche solle nicht Entscheide einzelner Menschen beurteilen, sondern an einer solidarisch-sorgenden Gesellschaft mitgestalten. «Verbunden-Sein und Autonomie bilden aber keine Gegensätze. Leben ist miteinander leben, Sterben miteinander leben bis zum Ende», zitiert Gander den deutschen Theologen, Philosophen und Soziologen Andreas Heller von der Universität Graz.

Bild: Gregor Gander
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Die bischöfliche «Orientierungshilfe»

Wie sollen Seelsorgerinnen und Seelsorger Menschen begleiten, die mithilfe einer Sterbehilfeorganisation aus dem Leben scheiden wollen? Die Bischofskonferenz hat dazu im Dezember eine «Orientierungshilfe» herausgegeben, «Seelsorge und assistierter Suizid».
In Teil 1 machen die Bischöfe eine sozialethische Auslegeordnung zum aus ihrer Sicht «gesellschaftlich aktzeptierten assistierten Suizid». Niemand, nicht einmal eine Person für sich selbst, dürfe über den Wert eines Lebens urteilen, um ihm ein Ende zu bereiten.
Teil 2 geht auf die seelsorgliche Begleitung ein. Christinnen und Christen müssten sich zwar auch zu jenen Menschen begeben, die sich am Rand des Lebens befänden. Im Moment des Suizids hätten Seelsorgende aber die Pflicht, das Zimmer zu verlassen.
Teil 3 schildert Fälle, in denen sich Seelsorgende befinden können und stellt «Hilfen» dazu vor.

Reformierte Seelsorge reicht «bis zum Sterben»

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz hat, anders als auf katholischer Seite die Bischofskonferenz, zum Thema Seelsorge bei assistiertem Suizid noch nicht Stellung bezogen. Allerdings hat das Positionspapier «Solidarität bis zum Ende» des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn vom Juni 2018 die Diskussion dazu angekurbelt. Es habe Widerspruch dazu gegeben, stellt der reformierte Luzerner Synodalrat Florian Fischer fest, das Papier sei aber aber von vielen anderen Landeskirchen «sehr wohlwollend aufgenommen» worden.

«Solidarität bis zum Ende» hält zwar fest, assistierter Suizid könne «aus biblisch-theologischer Sicht keine Option» und «immer nur Grenzfall, nie der Normalfall» sein. Es gebe allerdings auch keinen Zwang, Leben zu müssen. Das Papier zitiert dazu den Theologen Dietrich Bonhoeffer: «Wer nicht mehr leben kann, dem hilft auch der Befehl, dass er leben soll, nicht weiter.» Es müsse akzeptiert werden, dass es Situationen gebe, in denen für Menschen die Güte des Lebens im Dunklen liegt. Die Frage des Mitgehens bis zum Schluss ist aus Sicht der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn klar. «Auch im Zusammenhang mit begleiteter Selbsttötung stellt seelsorgliche Solidarität keine Bedingungen», heisst es in dem Papier. Und: Die kirchliche Seelsorge reiche auch im Fall eines assistierten Suizids «bis zum Sterben. Pfarrerinnen und Pfarrer sollen Menschen, die sie begleiten, auch im schwierigsten Moment, dem Akt der Selbsttötung, Beistand leisten, wenn diese es wünschen.» Dazu könne aber niemand verpflichtet werden; in jedem Fall gelte «besonders an dieser Stelle» das Recht auf den freien Gewissensentscheid».

Die Wölfli der Pfadi St. Johannes in Luzern haben den Wettbewerb «Faires Lager» 2019 gewonnen, weil sie auf originelle Weise die Nachhaltigkeit thematisiert haben. Dazu beigetragen hat auch die Kirche. Sie unterstützt das Projekt mit.

«Macht euch schlau zu eurem Wasserverbrauch. Entwickelt ein Spiel zum Thema Wasser, das ein Grundverständnis für unseren Wasserverbrauch vermittelt.» Das war die Ausgangslage, mit der die Wölfli, die «Kleinen» bei den Pfadis, ins Rennen stiegen. «Die Jury war beeindruckt, dass wir die Aufgabe mit den Wölflis, also mit Erst- bis Viertklässlerinnen und -klässlern anpackten», sagt Laura Brügger, Abteilungsleiterin bei der Pfadi St. Johannes. Hinter dem Wettbewerb «Faires Lager» steckt eine Trägerschaft, in der neben der Pfadibewegung Schweiz, Jungwacht Blauring Schweiz, Fastenopfer, «young Caritas» auch die Katholische Kirche der Stadt Luzern unterstützend mitwirkt.

Der Kampf ums Wasser

Samland, Poringen und Gingenreich: So hiessen die drei Länder im letztjährigen Sommerlager in Stein im Appenzell. Jedes Land musste ein Menu zusammenstellen. «Die Kinder wussten, dass es beispielsweise für die Herstellung von 200 Gramm Rindfleisch rund 3000 Liter Wasser benötigt», sagt die 24-jährige Medizinstudentin. Das zum Kochen benötigte Wasser mussten sie auf spielerische Weise ergattern. Jedes Land hatte unterschiedliche Wassermengen zur Verfügung. «Bald merkten die Kinder, wie unfair das unter den Ländern aufgeteilt ist.» Schliesslich setzten sich alle zusammen und beschlossen, die Wasserressourcen fair untereinander aufzuteilen. «Weil das Wasser begrenzt war, haben sie dann zum Beispiel das Fleisch vom Menu gestrichen und durch Rüebli ersetzt, oder kauften die regionalen Früchte statt die importierten, damit es für alle reichte.»

Am Schluss zeichneten die Kinder ihre Menus auf grosse Plakate. Die Umsetzung überzeugte die Organisatoren des Wettbewerbs so sehr, dass die Pfadi St. Johannes zur Siegerin gekürt wurde. Laura Brügger und das gesamte Leitungsteam hatten überhaupt nicht damit gerechnet. «Wir hatten am Abend der Preisverleihung einen Elternabend. Als sie dann darauf bestanden, dass wir unbedingt zur Verleihung kommen müssten, wurde uns erst klar, dass wir ja vielleicht einen Preis gewinnen.» Die Freude war umso grösser. «Es ist ein mega cooler Preis», findet Laura Brügger – ein Zelt für zehn Personen, dazu noch eines von bester Qualität. «Ein Preis, den wir sehr gut gebrauchen können.»

«Wir wollen Vorbild sein»

Auch dieses Jahr nimmt die Pfadi St. Johannes am Wettbewerb teil. «Wir werden wieder mit den Wölfli antreten», sagt Laura Brügger. «Wir sind mitten in der Planung. Dieses Mal werden die kreativsten Transporte für das Sommerlager gesucht.» Die Pfadileiterin betont, dass das Thema Nachhaltigkeit auch ohne Wettbewerb grossgeschrieben wird. Die Pfadi sei schon immer eine Bewegung gewesen, die sehr naturverbunden sei. «Deshalb gehen wir sorgsam mit Ressourcen um. Wir versuchen auch, für die Kinder ein Vorbild zu sein, indem wir etwa Abfall konsequent einsammeln oder nicht einfach Äste abreissen.»

Auch beim Essen schauen die Leiterinnen und Leiter darauf, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit mit einfliesst. «Wir machen uns in der Vorbereitung jeweils viele Überlegungen dazu», sagt Laura Brügger. So werden wenn möglich die Milch und die Eier vom benachbarten Bauern bezogen. «Wir planen auch vegetarische Menus mit viel lokalem Gemüse.» Die Schwierigkeit sei jeweils, dass die Lager für die Kinder günstig sein müssen und sich das mit umweltfreundlicher Menuplanung nicht immer ganz vereinbaren liesse. Auch deshalb lohnt sich die Teilnahme am Wettbewerb: «Dadurch bekommen wir pro Nacht und Kind zwei Franken zusätzlich.» Zudem sei der Beitrag von «J+S Jugend und Sport», dem Sportförderungsprogramm des Bundes, verdoppelt worden. «Das können wir unter anderem für nachhaltigere Lager investieren, was uns sehr freut.»

Robert Bossart

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Kirchen investieren in Kinder- und Jugendarbeit

Jungwacht Blauring Luzern ist der grösste Jugendverband des Kantons, die Pfadi Luzern einer der grössten der 22 Kantonalverbände. Beide werden durch die katholische und reformierte Landeskirche unterstützt. Mit diesem Geld können die Verbände zum Beispiel Leiterinnen und Leiter ausbilden und – im Fall der Jubla – eine Arbeitsstelle führen, die für die 80 Scharen eine professionelle Anlaufstelle ist. Oder: Dank der kirchlichen Unterstützung kann der Mitgliederbeitrag tief gehalten werden. So können Kinder und Jugendliche aus allen Schichten mitmachen.

Jubla und Pfadi sind zwei von vielen Einrichtungen, die Menschen darin unterstützen, ihr Leben zu gestalten. Den Kirchen ist dies wichtig. Die reformierte Kantonalkirche und deren Kirchgemeinden haben im Jahr 2018 rund 180’000 Franken für Kinder- und Jugendarbeit ausgegeben – allein für Lager, Projekte oder Pensen in der Kinder- bzw. Jugendarbeit. Bei der (grösseren) katholischen Kantonalkirche waren es im gleichen Jahr erneut rund 100’000 Franken an Jungwacht Blauring und Pfadi. Die Beiträge der Kirchgemeinden an die jeweiligen Scharen und Abteilungen sind noch nicht mitgerechnet.

 

Und was hältst du von der Kirche? Wie kommt Kirche bei dir an? Dieser Kurzfilm, der zum Jubiläumsjahr der Luzerner Landeskirchen 2020 entstanden ist, lässt Menschen zu Wort kommen, die wir auf der Strasse getroffen haben.

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Credits
Produziert von Team Tumult
Regie: Beni Morard
Konzept: Beni Morard / Fleur Budry
Interviews: Fleur Budry
Storyboard & Schnitt: Beni Morard
Design: Beni Morard, Nina Christen
Animation: Beni Morard, Frederic Siegel
Sounddesign & Mischung: Etienne Kompis

Was bedeutet Kirche den Menschen im Kanton Luzern? In einem Film, der zum 50-Jahre-Jubiläum der Landeskirchen entstanden ist, sagen sie es gleich selbst.

«Für mich ist die Kirche so eine Art Dorfgemeinschaft», meint ein Mann zu Beginn. Sie finde es «mega toll», wie sich in der Kirche Leute ehrenamtlich engagierten, sagt später eine Frau. Und ein Bub erzählt begeistert vom Spielen in der Jubla.

«Kirche kommt an»: Unter diesem Motto feiern die katholische und reformierte Kirche im Kanton Luzern 2020 das 50-jährige Bestehen ihrer Anerkennung durch den Staat, zusammen mit der schon älteren christkatholischen Kirche. «Wir hören zu», versichern sie im Abspann des vierminütigen Animationsfilms. Dafür begab sich das Produktionsteam mit dem Mikrofon auf Strassen und Plätze von Luzerner Gemeinden und fragten Passantinnen und Passanten, was ihnen die Kirche bedeute. Deren Stimmen und die originalen Hintergrundgeräusche bilden den Tonteppich des Films, der ohne weitere Erklärungen auskommt. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Bild von Kirche, in dem auch kritische Aussagen Platz haben. So sagt eine Frau an einer Stelle, die Pfarreifeste jüngst hätten ihr zwar gutgetan. «Aber sonst finde ich Kirche ein bisschen langweilig.»

Auch mit einem Augenzwinkern

Was Kirche Menschen bedeutet: Dies will der Animationsfilm der Kirchen im Kanton Luzern aufzeigen – auch mit einem Augenzwinkern. Am Mittwoch dieser Woche (20. Mai 2020) hätte der Streifen an den Synodesessionen der katholischen und reformierten Kirche Premiere gefeiert. Das Corona-Virus hat diesen Plan durchkreuzt, auch die gemeinsame Feier der beiden Parlamente im Anschluss ans Geschäftliche. Stattdessen machen die Kirchen mit einer Postkartenaktion auf den Film aufmerksam. Die Premiere findet gleichentags statt – punkt 10 Uhr auf Facebook und Youtube. Auf dem letzteren Kanal ist er frei verfügbar.

Medienmitteilung vom Montag, 18. Mai 2020

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Das kirchliche Leben findet aufgrund der ausserordentlichen Lage auf neuen Wegen statt. An Karfreitag und Ostern übertragen die katholische, reformierte und christkatholische Kirche im Kanton Luzern deshalb gemeinsam ökumenische Fernsehgottesdienste. Diese sind jeweils um 10 Uhr auf Tele 1 zu sehen.

Der Ostergottesdienst wird aus der Luzerner Jesuitenkirche ausgestrahlt. Er wird von folgenden Personen gehalten:

  • P. Hans-Ruedi Kleiber, Leitender Priester des Pastoralraums Luzern (kath.)
  • Hans Weber, reformierter Pfarrer in Sempach
  • Sylvie von Arx Schmid, Lektorin in der christkatholischen Kirchgemeinde
https://vimeo.com/406292695

Der Spot:

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Das kirchliche Leben findet aufgrund der ausserordentlichen Lage auf neuen Wegen statt. An Karfreitag und Ostern übertragen die katholische, reformierte und christkatholische Kirche im Kanton Luzern deshalb gemeinsam ökumenische Fernsehgottesdienste. Diese sind jeweils um 10 Uhr auf Tele 1 zu sehen.

Die Feier am Karfreitag wurde aus der reformierten Kirche Weinbergli in Luzern ausgestrahlt und von folgenden Personen gehalten:

  • Markus Müller, Gemeindeleiter der Pfarrei Nebikon und Synodalrat der römisch-katholischen Landeskirche
  • Verena Sollberger, Pfarrerin der reformierten Kirche Stadt Luzern
  • Adrian Suter, Pfarrer der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern

Der Spot:

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Manchen Gottesdienstbesuchern kann der Pfarrer nicht kurz genug predigen. Sie hätten sich bei den Aufzeichnungen für die Fernseh-Gottesdienste von Karfreitag und Ostern gelangweilt. Dort hätten sie die Worte von der Kanzel sogar zweimal anhören müssen.

Zweimal, damit die Feiern am Ende minutengenau in die halbe Stunde Sendezeit passen. Zweimal also die Passionslesung aus Lukas, zweimal das Vater unser, zweimal das «Gelobt sei Gott im höchsten Thron». Zwei Drehs, aus denen die beiden Gottesdienste geschnitten werden, die am Karfreitag und Ostersonntag um 10 Uhr auf Tele 1 zu sehen sind.

Es verlief alles genau nach Drehbuch am Freitag vor dem ersten Gottesdienst in der reformierten Weinbergli-Kirche und am Dienstag für den Ostergottesdienst in der Jesuitenkirche in Luzern: Jeweils vier bis fünf genau getaktete Stunden, denen dichte Tage der Vorbereitung vorangegangen waren. Die konzentrierte Vorbereitung der Seelsorgerinnen und Seelsorger machte sich bei den Aufzeichnungen bezahlt: Sie hielten die Längenvorgaben auf Anhieb genau ein.

«Eine grosse Herausforderung»

«Eine total spannende Erfahrung», sagt Sylvie von Arx, Lektorin in der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern. Sie gestaltet mit dem katholischen Priester Hansruedi Kleiber und dem reformierten Pfarrer Hans Weber die ökumenische Feier von Ostern. Am Karfreitag stehen Markus Müller, katholischer Pfarreileiter, Verena Sollberger, reformierte Pfarrerin, und Adrian Suter, christkatholischer Pfarrer, vor der Kamera.

Die Vorbereitung für den Gottesdienst war für die Beteiligten freilich nicht anders als sonst. Für die Karwoche beginne er ohnehin immer zwei Wochen zuvor. Neu für ihn sei allerdings die Taktung auf die Minute genau gewesen: «Das war eine grosse Herausforderung. Ich habe meine Teile mit der Stoppuhr mehrmals laut gesprochen, bis die Zeit und vor allem der Inhalt auf die Vorgabe passte.» Hansruedi Kleiber, der Erfahrung als Radioprediger hat, erging es gleich: «Die Vorbereitung für einen Fernseh-Gottesdienst ist aber aufwändiger und nimmt viel mehr Zeit in Anspruch», stellt er fest. Ansonsten teilt er Markus Müllers Hinweis: Er müsse einen Ostergottesdienst ja auch sonst schon in den Tagen zuvor vorbereiten. Ohnehin sei Ostern für Christinnen und Christen ohnehin dauerhaft präsent: «Auch am Karfreitag.»

«…einfach auf einer anderen Ebene»

Jedoch: Den Karfreitag begehen, Ostern feiern – Tage zuvor und vor leeren Bänken, geht das überhaupt? Durchaus, finden die Beteiligten. Sie habe «gleichwohl Ernsthaftigkeit verspürt» sagt Sylvie von Arx. Von einer «speziellen Situation» spricht Hansruedi Kleiber, in die er sich aber als ehemaliger Radioprediger gut habe einfühlen können. «Ich musste einfach an die möglichen Zuschauerinnen und Zuschauer am Bildschirm denken.» 

Die leeren Bänke machen auch Hans Weber keine Mühe. Er finde diese Form von Gottesdienst auch anregend, sagt er. «Man weiss, dass man mit den Menschen in Kontakt ist, einfach auf einer anderen Ebene.» Er habe sich nicht allein gefühlt, Nähe lasse sich auch mittels Technik schaffen.» Markus Müller ging es gleich: Es sei für ihn «stimmungsmässig ein richtiges Feiern» gewesen, erst recht der zweimaligen Aufzeichnung wegen. «Ich hoffe, dass man dies dann auch am Fernsehen spüren kann.»

Dominik Thali

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Anrufen oder auf Facebook schreiben

An Karfreitag und Ostern übertragen die katholische, reformierte und christkatholische Kirche im Kanton Luzern gemeinsam ökumenische Fernsehgottesdienste. Diese sind jeweils um 10 Uhr auf Tele 1 zu sehen. Am Ostersonntag besteht die Möglichkeit, im Anschluss an den Fernsehgottesdienst von 10.30 bis 11.30 Uhr telefonische Gespräche mit Pfarrpersonen und Seelsorgenden der drei Landeskirchen zu führen. Willkommen sind auch Kommentare auf der Facebook-Seite der drei Landeskirchen.

 

Von Normalität kann gerade nicht die Rede sein. Vielleicht rückt sie aber durch die aktuelle Corona-Krise wieder in ganz andere Relationen. Solidarität ist wieder sichtbar, erlebbar. Sie ist notwendig: Wir sind aufeinander angewiesen. Apocalypse not now. Die Welt dreht sich weiter. Ostern findet statt. Alles ist anders. Ein Blick auf die Kirche in ausserordentlichen Zeiten.

Bei kirchlichen und seelsorgerischen Angeboten ist nun Umdenken gefragt. Social Distancing fordert heraus, was bisher selbstverständlich war. «Kirche findet anders statt», so Ulf Becker, Synodalrat der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Luzern. «Und auch die Seelsorge findet anders statt. Viele Menschen verlassen ihre Wohnungen nur für das Allernötigste und die sozialen Kontakte sind auf ein Minimum reduziert. Viele können gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten. Das kann zu Vereinsamung, Spannungen, zu psychischem und finanziellem Druck führen. Auch die Sorge um die eigene Gesundheit und Angst vor der Zukunft belasten. Hier leisten die Kirchgemeinden wichtige Unterstützung mit der Möglichkeit eines vertraulichen Gespräches», meint Becker, der selbst Pfarrer in Reiden ist. «Auch Gottesdienste im Fernsehen oder im Internet spenden Lichtblicke und Trost. Sie können Halt geben, auch wenn wir uns nicht im selben Raum versammeln können. Das ist besonders in Krisenzeiten wichtig.»

Jetzt gehe es darum, andere Formen von Begegnung zu schaffen, «um Freude zu bereiten und Mut zu machen», sagt Andreas Wissmiller, Pfarreileiter in Willisau. Pfarreiseelsorgerin Christine Demel tut dies zum Beispiel mit Briefen an Betagte und Telefonanrufen zu ihnen. Er erlebe die Pfarrei-Mitarbeitenden hoch motiviert, aus der Lage das Beste herauszuholen, sagt Wissmiller. «Es braucht einfach Phantasie, Kreativität und viel Kommunikation.»

Von den positiven Beispielen einer «Seelsorge der anderen Art», wie sie nun überall im Kanton Luzern Form annehmen, darf man sich inspirieren lassen. Und vor allem: Die Kreativität hilft. Jetzt und direkt. Ob es der Mahlzeitendienst in Horw ist, der in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde, Leute vom Einkaufen entlastet und gleichzeitig das lokale Gewerbe unterstützt oder die simple Mutmachseite auf der Webseite des Pastoralraums Hürntal, die vielen Jugendlichen aus Pfadi und JuBla, die sich gerade in der Nachbarschaftshilfe engagieren – all diese Angebote leben vom gleichen Gedanken: Jetzt erst recht!

Ökumenische Fernsehgottesdienste an Ostern auf Tele 1

Die ausserordentliche Lage zum Schutz vor dem Coronavirus erstreckt sich über Ostern vom 12. April 2020 hinaus. «Am Karfreitag gedenken wir Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz. Der Ostersonntag ist mit der Auferstehung der bedeutendste Festtag im christlichen Feiertagskalender. Mit der Auferstehung an Ostern setzt Gott ein starkes Zeichen, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort behalten. Ostern eröffnet Hoffnung auf neues Leben», erklärt Ulf Becker.

Kirche kommt an. Dazu gehört auch, dass möglichst viele einen Zugang zu einem Gottesdienst erhalten, und dies auch ergänzend zum Internet. Aus diesem Grund strahlen die drei Landeskirchen im Kanton Luzern sowie das Bischofsvikariat St. Viktor des Bistums Basel an Karfreitag und am Ostersonntag je einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst im Fernsehen aus. Zu sehen am 10. und 12. April jeweils um 10 Uhr auf Tele 1.

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Licht der Verbundenheit

Die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Bis Gründonnerstag werden im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr die Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen.

Coronavirus: Seelsorge geht weiter (SRF Tagesschau vom 18.03.2020, 19.30 Uhr)