Gestern (2. Juni 2023) fand im Kanton Luzern die erste «Lange Nacht der Kirchen» statt. Diese war Teil einer gemeinsamen Aktion mit weiteren zehn Kantonen und in verschiedenen europäischen Ländern. 100 Kirchgemeinden und Pfarreien der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen boten Erlebnisse an, an denen rund 9000 Personen teilnahmen.

Konzerte, Markt der Nationen, Improtheater, Vinyl-Disco, Pilgern, Foto-Safari, Filmnacht, Geisterstunde, Grillabend, Barbetrieb, Lagerfeuer und vieles mehr standen auf dem Programm, verteilt an vielen Standorten im gesamten Kanton. Die «Lange Nacht» war ein Erfolg: Die Rückmeldungen der Teilnehmenden wie der Veranstaltenden waren durchwegs positiv. Von einem «riesigen Erfolg» spricht etwa Karin MacKevett vom Pfarreirat Escholzmatt: «Alle Altersgruppen einbezogen, viele Musikrichtungen, strahlende Gesichter, perfektes Wetter, vielfältiges Programm, Kirche einmal anders erlebt.» Im Pastoralraum Oberes Entlebuch wurden rund 1600 Besucherinnen und Besucher gezählt. In Buchrain wiederum war das Konzert mit der Sängerin Jaël und deren Band ausgebucht, die anschliessende Vinyl-Disco war nicht minder gut besucht. «Wow, wieso kann Kirche nicht immer so eindrücklich sein?», freut sich Mark Steffen von der reformierten Teilkirchgemeinde Buchrain-Perlen.

2025 geht es weiter

Dem ökumenischen Gedanken folgend, spannten dieses Jahr für die «Lange Nacht» die katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen im Kanton Luzern und in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich zusammen. Gemeinsam organisierten sie einmal mehr eine besondere Nacht für alle, die Kirche einmal auf eine andere Art und in einem anderen Licht erleben möchten.

Die katholische, reformierte und christkatholische Landeskirche Luzern danken den Veranstaltenden für die vielfältigen Erlebnisse und den Teilnehmenden für das Kommen in der Sommernacht des 2. Juni 2023. Dieses Angebot hat eine internationale Ausstrahlung und spricht alle Generationen an. Die nächste Lange Nacht der Kirchen findet am Freitag, 23. Mai 2025, statt.

Beromünster | © Emanuel Ammon
Römerswil | © Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Buchrain | © 2023 Emanuel Ammon
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Peterskapelle Luzern | © 2023 Emanuel Ammon
Zell | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Ebikon | © 2023 Marcel Bucher
Emmen-Rothenburg | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Menznau | © 2023 Martin Zemp
Ufhusen | © 2023 Mathias Bühler
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Bilder in Druckauflösung

Die ersten fünf Bilder dieser Galerie können hier in Druckauflösung heruntergeladen werden (auf Link klicken, rechte Maustaste, «Bild speichern unter»):

  • Beromünster, am Lagerfeuer (Bild Emanuel Ammon)
  • Buchrain, Konzert mit Jaël & Band (Bild Emanuel Ammon)
  • Dagmersellen, in der dicht besetzten Kirche (Bild Matthias Bühler)
  • Escholzmatt, in der Kirche (Bild Martin Zemp)
  • Römerswil, Fackelspaziergang (Bild Nique Nager)

Am Freitag, 2. Juni, findet im Kanton Luzern die erste «Lange Nacht der Kirchen» statt. Diese ist Teil einer gemeinsamen Aktion mit weiteren zehn Kantonen in der Schweiz und in verschiedenen europäischen Ländern. An diesem Abend bieten rund 100 Kirchgemeinden und Pfarreien der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen über 100 Veranstaltungen an.

Medienmitteilung vom 16. Mai 2023

Konzerte, Markt der Nationen, Improtheater, Vinyl-Disco, Pilgern, Foto-Safari, Filmnacht, Geisterstunde, Grillabend, Barbetrieb, Lagerfeuer und vieles mehr wird an der ersten «Langen Nacht der Kirchen» seitens der Kirchgemeinden und Pfarreien verteilt über den gesamten Kanton Luzern angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Übersicht findet sich auf der Website langenachtderkirchen.ch/luzern.

Ökumenisch, interkantonal und international

Dem ökumenischen Gedanken folgend, spannen die katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen im Kanton Luzern und in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich zusammen. Gemeinsam organisieren sie eine besondere Nacht für alle, die Kirche einmal auf eine andere Art und in einem anderen Licht erleben möchten. Dieses Angebot hat eine internationale Ausstrahlung und spricht alle Generationen an.

Raum für Begegnung

Bisher sprachen drei Ausgaben in den Jahren 2016, 2018 und 2021 jeweils mehrere tausend Teilnehmende an. Die drei Landeskirchen des Kantons Luzern wollten 2020 erstmals mitwirken, was dann allerdings aufgrund der Pandemie nicht möglich war. Auf die Mitwirkung 2021 verzichteten die Landeskirchen aufgrund der Schutzmassnahmen ebenfalls. Deshalb ist im Jahr 2023 Erstaustragung im Kanton Luzern. Die Kirchgemeinden und Pfarreien geben Einblick, wie sich die Kirche in das gesellschaftliche Leben einbringt. Sie bieten Oasen zu Sinnfragen und ermöglichen Plattformen für den Austausch sowie den Dialog. Die vielen freiwilligen Mitarbeitenden planen gemeinsam und vielerorts ökumenisch.

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«Auf dass ihr eins werdet» steht am Fuss der «Skulptur der Gemeinschaft» in der Parkanlage Bühlermatte beim Verkehrshaus. Die «Skulptur der Gemeinschaft», 1963 eingeweiht und vor 30 Jahren beschädigt, ist jetzt wieder errichtet worden. Am 9. Mai wurde sie enthüllt.

Während über 30 Jahren präsentierte sich die Skulptur des Luzerner Bildhauers und Grafikers Rolf Luethi (1933–2015) unvollständig. Was mit dem oberen Teil der Plastik («Flammen») geschehen ist, konnte aufgrund der Unterlagen im Stadtarchiv Luzern nicht ermittelt werden. 2020 fand das 50-Jahr-Jubiläum der katholischen und reformierten Landeskirche statt. Damals nahm sich die Reformierte Kirche Kanton Luzern des Denkmals an. Ihr Anliegen, ein Replikat der Skulptur zu erstellen, stiess bei der Stadt Luzern auf offene Ohren. Unter der Leitung von Stadtgrün Luzern und gemeinsam mit Piet Luethi, dem Sohn von Rolf Luethi, sowie der städtischen Denkmalpflege wurde ein Konzept erstellt. Beauftragt wurde die Kunstschlosserei Villiger aus Bünzen. Als Vorlage konnte auf ein 1:2-Modell der Skulptur aus dem Familienbesitz der Luethis zurückgegriffen werden. Finanziert wurden die Arbeiten durch die Stadt Luzern, die Albert Koechlin Stiftung AKS, die Josef Müller Stiftung, die katholische Kirche im Kanton Luzern, die Reformierte Kirche Kanton Luzern sowie die Christkatholische Kirchgemeinde Luzern.

«Ut unum sint» – auf dass ihr eins werdet

Rolf Luethi hatte die «Skulptur der Gemeinschaft» vor 60 Jahren als Mitglied einer ursprünglich anonymen Gruppe gestaltet. Die Gruppe war 1962 an den Stadtrat gelangt mit der Idee, eine «moderne Plastik» aufzustellen, «welche in einfacher und jedermann verständlicher Form die Annäherung aller Christen symbolisieren» sollte – dies «im Hinblick auf das vatikanische Konzil (1962–1965), das die Wiedervereinigung aller Christen zum Thema» habe.
Der Stadtrat nahm das Geschenk an; die Skulptur wurde am 21. Dezember 1963 eingeweiht. «Ut unum sint – auf dass ihr eins werdet» heisst es auf dem Sockel. Otto Karrer (1888–1976), Theologe und katholischer Priester in Luzern, Vorkämpfer für die Ökumene in der Schweiz, wünschte sich als einer der Redner, dass «alle, die Menschenantlitz tragen, trotz ihrer Verschiedenheit der Herkunft, der Farbe, der Rasse, der Nationen und Kulturen, eins seien», sie sollten «einander annehmen und sich ertragen». Den Christinnen und Christen, so Karrer weiter, möge das «Bildwerk Ermahnung und Ermutigung sein zu gegenseitigem Verstehen, zu Beseitigung von Vorurteilen, zur Bereitschaft, theologische und praktische Schwierigkeiten in Liebe und Sachlichkeit zu klären».

Gruppenbild nach der Enthüllung (von links): Lilian Bachmann (Reformierte Kirche Kanton Luzern), Adrian Suter (Christkatholische Kirchgemeinde Luzern), Muhamed Sabanovic (Islamische Gemeinde Luzern), Piet Luethi (Sohn des Künstlers Rolf Luethi), Adrian Borgula (Stadtrat Luzern), Chaim Drukman (Chabad Zentralschweiz), Barbara Renggli (Albert Koechlin Stiftung AKS), Annegreth Bienz-Geisseler (römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern) und Hanspeter Wasmer (Bischofsvikar, kath. Kirche). | © 2023 Emanuel Ammon
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Eventbühne statt Kirche, Trachtenchor statt Orgel: Das ist der Gottesdienst an der LUGA, der Zentralschweizer Erlebnismesse in Luzern. Zu der ökumenischen Feier am 7. Mai laden die drei Landeskirchen gemeinsam ein.

Der Gottesdienst um 10.15 Uhr auf der Eventbühne verbindet Generationen, und es wird etwas für alle fünf Sinne mit dabei sein: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken. Der reformierte Pfarrer Andreas Baumann und der katholische Zirkus-, Marktfahrer- und Schausteller-Seelsorger Adrian Bolzern gestalten die Feier gemeinsam, unterstützt vom Trachtenchor Flühli. Humor, Dankbarkeit und Besinnlichkeit stehen Mittelpunkt – ein Erlebnis für die Seele.

Mit dem Gutschein, den Sie hier herunterladen können, erhalten sie 5 Franken Ermässigung auf das Eintrittsticket an einem beliebigen Tag.

Der LUGA-Gottesdienst findet auf der Eventbühne zwischen den Hallen 2 und 3/4 statt.
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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 25. Dezember 2022 aus. Insgesamt haben rund 9000 Zuschauende live am Fernsehen mitgefeiert.

Medienmitteilung vom 11. Januar 2023

Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst jeweils einen ergänzenden digitalen Zugang, um die Geburt Jesus zu feiern. Es ist ein Bedürfnis, gemeinsam Hoffnung zu schöpfen, wie die Zahlen zeigen: 9000 Zuschauende haben beim Gottesdienst aus der Reformierten Matthäuskirche in der Stadt Luzern mitgefeiert. Für schwerhörige und gehörlose Menschen wurde der Gottesdienst in Gebärdensprache übersetzt. Der christliche Wert der gesellschaftlichen Inklusion und der Solidarität ist den Landeskirchen auch beim Fernsehgottesdienst ein zentrales Anliegen.

Kollekte zugunsten von Kindern

Im Fernsehgottesdienst gab es eine ökumenische Weihnachts-Kollekte zugunsten der Kinderspitex Zentralschweiz. Diese pflegt schwer kranke Säuglinge, Kinder und Jugendliche, die an einer chronischen oder akuten Erkrankung leiden und auf eine medizinische Behandlung angewiesen sind. Insgesamt ist ein Betrag in der Höhe von 1’000 Franken eingegangen. Die Landeskirchen bedanken sich für das Mitfeiern und die Spenden.

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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern bieten einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst an. Er wird am Sonntag, 25. Dezember, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt – mit Übersetzung in Gebärdensprache für Menschen mit einer Hörbehinderung.

Medienmitteilung vom 12. Dezember 2022

Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang, um die Geburt Jesus zu feiern. Den diesjährigen Gottesdienst aus der Reformierten Matthäuskirche in der Stadt Luzern gestalten gemeinsam Edith Birbaumer (Pfarreiseelsorgerin katholische Kirche Stadt Luzern), Engelbert Glaser (Kirchenmusiker Christkatholische Kirchgemeinde Luzern) und Susanna Klöti (Pfarrerin Reformierte Kirche Stadt Luzern). Die Krippe 2022, die sich kalt und unbequem zeigt, ist Thema der Feier, und gemeinsam wird die Hoffnung gestärkt.

Für Menschen mit einer Hörbehinderung wird der Gottesdienst am 25. Dezember um 10 Uhr im Regionalfernsehen Tele1 in Gebärdensprache übersetzt. Der christliche Wert der gesellschaftlichen Inklusion und der Solidarität sind den Landeskirchen auch bei diesem Fernsehgottesdienst ein zentrales Anliegen.

Chor aus der Ukraine gestaltet die Feier musikalisch

Der Organist Vincenzo Allevato und der Chor «Prostir» unter der Leitung des jungen Dirigenten aus der ukrainischen Stadt Charkiw, Oleksii Yatsiuk, gestalten den Gottesdienst musikalisch. Der neu aufgrund des Krieges gegründete ukrainische Chor hat innerhalb kurzer Zeit ein beachtliches Repertoire erarbeitet. Dazu zählen ukrainische Werke und auch viele weitere. Mit dem andauernden Krieg kommen jetzt unterschiedliche Weihnachtslieder in ökumenischer Verbundenheit hinzu.

Kollekte zugunsten von Kindern

Die Kinderspitex Zentralschweiz pflegt schwer kranke Säuglinge, Kinder und Jugendliche, die an einer chronischen oder akuten Erkrankung leiden und auf eine medizinische Behandlung angewiesen sind. Im eigenen Bett schlafen, am Familienleben teilnehmen, den Kindergarten oder die Schule besuchen: Die Einsätze ermöglichen es den Kindern, ein zumindest teilweise normales Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu führen. Die diesjährige ökumenische Weihnachts-Kollekte geht an die Kinderspitex Zentralschweiz über das Spendenkonto CH15 0077 8157 7774 2200 4 oder via Twint mit Stichwort Weihnachten über den nebenstehenden QR-Code.

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Für viele religiöse Traditionen aus Asien ist die Lotusblume ein bedeutsames Symbol für Werden und Vergehen. Eine buddhistische Nonne, die im Seetal lebt, erklärt, was es damit auf sich hat. Die Vielfalt der Religionen im Raum Luzern ist am 28. September an der Veranstaltung «Unter einem Dach» zu erleben.

Medienmitteilung vom 7. September 2022

Ein strahlend schöner Mittwochnachmittag, kurz nach 15 Uhr: Auf dem Vorplatz zum buddhistischen Tempel in Gelfingen ist das Plätschern des nahen Baches zu hören. Der Weg zum Eingang des Tempels führt an einer Guan-Yin-Statue vorbei, die, auf einer Lotusblume thronend, den Bodhisattva des Mitgefühls darstellt. Unmittelbar davor befindet sich ein Gefäss, wo gläubige Buddhisten bei ihrer Ankunft Räucherstäbchen als Zeichen der Ehrerbietung anzünden.

Die Bodhisattva-Statue ist ein klares Zeichen dafür, dass die hier wohnenden Nonnen sich dem Mahayana-Buddhismus zugehörig fühlen. Denn in dieser buddhistischen Richtung verkörpern die Bodhisattvas Menschen, die selbst die Erleuchtung bereits erlangt haben, sich aber in der einfühlsamen Anteilnahme am Leiden anderer Menschen darum bemühen, auch ihnen auf ihrem Weg zur Erleuchtung zu helfen.

Sie wächst im Schlamm

Im Aufenthaltsraume vor dem Tempel werden wir von der buddhistischen Nonne Venerable Miaoyi herzlich empfangen und gleich zu einem Willkommenstee eingeladen. Etwas später führt uns die Nonne in die farbenfroh ausgestaltete Tempelhalle: Auf dem Altar stehen drei grosse Buddha-Statuen, die an den Gründer der buddhistischen Religion, Siddharta Gautama, erinnern. Nicht zu übersehen sind die zahlreichen Darstellungen von Lotusblumen, die in vielfältigen Variationen auf dem Altar zu entdecken sind. «Gerade beim Vesakh-Fest, das wir in unserem Tempel erst kürzlich in Erinnerung an die Geburt und Erleuchtung Buddhas gefeiert haben, war dieses Symbol wieder präsent», erklärt Miaoyi. «Die Lotusblume symbolisiert für uns Reinheit, Erleuchtung und Wiedergeburt.» Zudem sehe der buddhistische Glaube die Lotusblüte als Buddhas Geburtsort. Eindrücklich sei der Umstand, dass diese Blume in schlammigen Gewässern wachse, aber dank der noppenartigen Struktur der Blütenoberfläche nie schmutzig werde.

Gleichzeitig sei sie ein starkes Sinnbild für den Lebenszyklus des menschlichen Lebens, wie er auch in der Natur immer wieder eindrücklich beobachtet werden könne: So erhebt sich die Lotusblume in den frühen Morgenstunden langsam aus dem Wasser und öffnet ihre grossen und prachtvollen Blüten. Nach Sonnenuntergang zieht sie sich mit geschlossenen Blüten wieder unter die Wasseroberfläche zurück, bis die tägliche Wiedergeburt von neuem beginnt.

Der kleine Buddha wächst aus einer Lotosblüte. | © 2022 Benno Bühlmann

Lotusblume fasziniert viele

Dieser wiederkehrende Kreislauf von Ruhe- und Blütephase wie auch die makellose Reinheit der Lotusblume vermochte schon immer Menschen aus verschiedenen religiösen und anderen weltanschaulichen Kontexten zu faszinieren. So ist es kein Zufall, dass die Lotusblume bereits in der altägyptischen Mythologie bei der Geburt des Sonnengottes eine wichtige Rolle spielte. Zu Beginn der Schöpfung wurde der junge Sonnengott in einer Lotosblüte geboren, die aus dem Urozean Nun hervorging.

Später entwickelte sich die als «Lotos» oder «Lotus» bezeichnete Blume zu einem der wichtigsten spirituellen Symbole des fernöstlichen Kulturkreises, insbesondere für die buddhistischen und hinduistischen Traditionen, wie sie heute auch in Luzern und Umgebung in ihren vielfältigen Ausprägungen anzutreffen sind.

Es reicht noch zum halben Lotussitz

Bestätigt wird das von Personen, die sich im Umfeld des Luzerner Zen-Lehrers Vanja Palmers in der Stiftung «Felsentor» auf der Rigi engagieren: Othmar Wüest beispielsweise, der am St. Karli-Quai in Luzern das Meditationszentrum «Zendo am Fluss» leitet, sieht im Symbol der Lotusblume viele Entsprechungen zu eigenen Alltagserfahrungen: «Das Leben ist geprägt vom stetigen Auf und Ab, von dunklen Sumpf-Erfahrungen ebenso wie von lichtvollen Momenten, Mitgefühl und Dankbarkeit.»

Gerade in diesem Spannungsfeld könne die Zen-Meditation eine wertvolle Hilfe anbieten auf der Suche nach einer spirituellen Balance im Alltag. Allerdings könne der berühmte «Lotussitz», der mit der Verschränkung beider Beine der Form einer Lotusblüte nachempfunden ist, nur von wenigen, sehr geübten Meditierenden praktiziert werden. Auch er selber müsse sich da mit dem «halben Lotussitz» zufrieden geben, betont Othmar Wüest.

Die Lotus-Blütenblätter der Chakras

Nicht nur buddhistische Meditationstechniken, sondern auch die (ursprünglich aus den Hindu-Traditionen stammende) Yoga-Praxis hat einen starken Bezug zum Symbol der Lotusblume. Das unterstreicht auch Myriam Bühler, die seit über 20 Jahren als Yoga-Lehrerin in Horw wirkt. Sie ist überzeugt davon, dass Yoga nicht bloss körperliche Übungen, sondern ganz wesentlich eine spirituell-philosophische Dimension enthält: «In der Yogalehre werden die sieben Energiezentren des feinstofflichen Körpers, Chakras genannt, mit Blütenblättern des Lotus dargestellt. Vom untersten Wurzelchakra mit vier Blütenblättern aufsteigend zum Kronenchakra mit 1000 Blütenblättern.» Die Zahl 1000 repräsentiere die höchste Vollendung und Vollkommenheit. Es gehe darum, sich seines göttlichen Ursprungs bewusst zu werden und tiefen Frieden zu erlangen. Die Vereinigung des individuellen mit dem göttlichen Selbst sei das Ziel der spirituellen Reise, meint Bühler. «Dieses Aufsteigen von der Dunkelheit, der Unwissenheit, ins Licht wird auch im Symbol des Lotus deutlich: Der Lotus wächst im Schlamm und in der Dunkelheit und gelangt schliesslich zu strahlender, reiner Blüte.»

Benno Bühlmann

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«Unter einem Dach», das interreligiöse Begegnungstreffen

65 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner gehören einer der drei Landeskirchen an. Sie sind also katholisch (55,5 Prozent), reformiert (9,3) oder christkatholisch (0,1). Daneben sind im Kanton Luzern aber zahlreiche weitere Religionsgemeinschaften aktiv. Elf von ihnen aus sechs Religionen treten am 28. September zum 5. Mal gemeinsam an die Öffentlichkeit. Die Veranstaltung «Unter einem Dach» gibt es seit 2013; sie findet jeweils ab 18.30 Uhr in der Kornschütte im Rathaus Luzern statt.

«‹Unter einem Dach› solle zum Ausdruck bringen, dass Religionen und Kulturen sich für gemeinsame Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Respekt und Vertrauen einsetzen», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Veranstaltung will «ein Zeichen für Verständigung und Frieden» sein. Dieses Jahr geschieht dies mit dem Symbol des Baumes.

Beteiligte Religionsgemeinschaften

luzerner-religionsgemeinschaften.ch

Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 25. Dezember 2021 aus. Insgesamt feierten über 6000 Zuschauerinnen und Zuschauer live am Fernsehen mit.

Medienmitteilung vom 10. Januar 2022

In den Pfarreien und Kirchgemeinden konnten Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen ab dem 20. Dezember 2021 in Innenräumen nur noch mit bis zu 50 Personen ohne Zertifikat oder ab 50 Personen unter 2G stattfinden. Die drei Landeskirchen hatten frühzeitig entschieden, mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang zu schaffen für Menschen, die nicht vor Ort teilnehmen konnten oder wollten. Dies war ein Bedürfnis, wie die Zahl der Zuschauenden zeigt: Insgesamt feierten über 6000 den Fernsehgottesdienst vom 25. Dezember 2021 aus der Pfarrkirche Johannes und Paulus in Schüpfheim auf Tele1 mit. Zudem wurde dieser wiederum für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt, was zu positiven Rückmeldungen geführt hat. Den Landeskirchen ist Inklusion wichtig – auch bei einem Fernsehgottesdienst.

Kollekte zugunsten von Kindern

Im Fernsehgottesdienst gab es eine ökumenische Weihnachts-Kollekte zugunsten des Schweizer Vereins «Kinderhilfe Bethlehem» mit Sitz in Luzern. Der 1963 gegründete Verein ist Träger des «Caritas Baby Hospital» in Bethlehem. Im Spital werden aus-schliesslich Kinder behandelt. Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal des Spitals in Palästina garantieren Kindern bis 18 Jahre – unabhängig ihrer Herkunft und Religion – die bestmögliche medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung. Insgesamt kam ein Betrag in der Höhe von 1600 Franken zusammen. Die Landeskirchen bedanken sich für das Mitfeiern und die Spenden.

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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern luden auch dieses Jahr zu einem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst ein. Dieser wurde am Samstag, 25. Dezember 2021, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt – mit Übersetzung in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen.

Hier können Sie den Gottesdienst nachträglich anschauen

Singen Sie mit! Die Texte zu den Liedern, welche die Gemeinde in diesem Gottesdienst singt, können Sie hier herunterladen.

Kollekte zugunsten von Kindern

Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem behandelt als einziges Spital in Palästina ausschliesslich Kinder. Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal des Spitals garantieren Kindern bis 18 Jahre – unabhängig ihrer Herkunft und Religion – die bestmögliche medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung. Das Spital wird vom 1963 gegründeten Schweizer Verein Kinderhilfe Bethlehem mit Sitz in Luzern getragen. Die diesjährige ökumenische Weihnachts-Kollekte geht an den Verein via das Spendenkonto CH15 0077 8157 7774 2200 4 oder via Twint übe den nebenstehenden QR-Code.

Start aufgrund Corona – Weiterführung aufgrund der Einschaltzahlen

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten die Aktivitäten wie mit den Fernsehgottesdiensten gemeinsam umgestaltet werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben entschieden, das Jubiläum 2021 um ein Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern. Der Weihnachts-Fernsehgottesdienst bildet dessen Abschluss. Aufgrund der sehr hohen Einschaltzahlen – 20’000 Zuschauende an Weihnachten 2020 und 14’000 an Ostern 2021 – werden die Landeskirchen in Zusammenarbeit mit Tele1 im Dezember 2022 den nächsten ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst gestalten.

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Mit Übersetzung in Gebärdensprache

Der Bundesrat und der Kanton Luzern haben ab der Weihnachtswoche die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus verstärkt. Die Lage in den Spitälern spitzt sich weiter zu. Weihnachten sollte wiederum so stattfinden, dass die Kontakte reduziert werden, damit die Zahl der Neuinfektionen nicht weiter ansteigt. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern boten deshalb auch dieses Jahr mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang, um die Geburt Jesus zu feiern. Den Gottesdienst in der Pfarrkirche Johannes und Paulus in Schüpfheim gestalteten gemeinsam:

  • Urs Corradini (Leiter Pastoralraum Mittleres Entlebuch)
  • Denise Hürlimann (Christkatholische Kirchgemeinde Luzern und Psychotherapeutin)
  • Peter Willi (Pfarrer Reformierte Kirche Kriens)
  • Musikalisch wirken die 5. und 6. Schüpfheimer Primarklassen von Mirjam Siegenthaler gemeinsam mit Organistin Annette Unternährer mit.

Für schwerhörige und gehörlose Menschen wurde der Gottesdienst vom 25. Dezember 2021 um 10 Uhr im Regionalfernsehen Tele1 in Gebärdensprache übersetzt. Sie können ihn über den Link auf dieser Seite nachträglich schauen.

«Mut» lautete das Motto von Kirchen und Kanton Luzern zum diesjährigen Bettag. Ausdruck davon sind die Bäume, welche die drei Landeskirchen heute aus Anlass ihres 50-Jahre-Jubiläums an sechs Orten pflanzten. Mut machten die Kirchen an diesem Sonntag auch dazu, für die Sorgen und Nöte der Menschen einzustehen.

Medienmitteilung vom 19. September 2021

Ein Apfelbaum in Kriens und Willisau, ein Nussbaum in Wolhusen, eine Kastanie in Hochdorf, eine Hopfenbuche in Sursee und eine Eiche in Luzern: Diese sechs Bäume bilden seit heute Sonntag «ein neues Lebens-Netzwerk im Kanton Luzern», wie es der reformierte Pfarrer Peter Willi an der ökumenischen Feier in Kriens ausdrückte. Die Aktion war der Ersatz für die schon 2020 in Willisau geplante grosse Feier zum Bettag, welche die drei Landeskirchen auch in ihrem zweiten Jubiläumsjahr wegen der Pandemie nicht durchführen konnten. Dafür luden sie heute die Bevölkerung zu sechs kleineren Feiern in alle Regionen des Kantons ein und pflanzten an deren Rand einen Baum. Das passte zum diesjährigen Bettagsthema «Mut» von Kirchen und Kanton.

Die Bäume stehen für jedes der fünf Jubiläums-Jahrzehnte der Landeskirchen und das angebrochene sechste Jahrzehnt. Die Äpfel, die an die Teilnehmenden der Feiern verschenkt wurden, sind die Ernte derjenigen Bäume, die Generationen vor uns gepflanzt hatten. Auf der Tafel, die bei jedem Baum an das Jubiläum erinnert, heisst es: «Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben» – ein Satz aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser.

Für die Wahrheit einstehen

Vom Mut, den es mitunter dazu braucht, ist schon in der Bibel die Rede. Das Markus-Evangelium erzählt vom blinden Bartimäus, den Jesus zu sich bittet und zu dem die Umstehenden sagen: «Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.» Für den reformierten Pfarrer Uwe Tatjes etwa, der die Feier in Willisau mit seinem katholischen Kollegen Andreas Wissmiller gestaltete, heisst das heute, «Kirche auf Augenhöhe» zu sein, eine Kirche, die neugierig ist, die ihre Umgebung wahrnimmt und versteht, was die Menschen bewegt». Manchmal sei sie aber «blind für die Zeichen der Zeit und Sorgen und Nöte der Menschen», meinte Tatjes selbstkritisch.

Der katholische Pfarrer von Hochdorf, Roland Häfliger, knüpfte hier an und sprach von «Demut» als einer Haltung, die Wirklichkeit zu sehen, «wie sie ist», hinzuhören und abzuwägen. Mut sei dann lebensfördernd, wenn er «mit Wahrheit und Weisheit» einhergehe, und heisse nicht, alles mitzumachen, ohne zu hinterfragen. «Gib uns Weisheit, gib uns Mut, für die Wahrheit einzustehen und die Not um uns zu sehen», heisst es in einem Lied, das in mehreren Feiern gesungen wurde.

Kirche kommt an

Das 50-Jahre-Jubiläum der Landeskirchen von 2020 stand unter dem Motto «Kirche kommt an». Die Corona-Pandemie führte zu Absagen und Programmänderungen, weshalb es dieses Jahr mit einem «+1» weiterging. Die Website www.kirchen-kanton-luzern.ch erzählt die in den gut anderthalb Jahren entstandenen Geschichten von Menschen, bei denen die Kirche angekommen ist, und den Plänen, die trotz der Pandemie umgesetzt werden konnten. Unter anderem zeigen Kurzfilme, was die Kirche im Leben von Menschen und für Organisationen bedeutet.

Die heutigen Bettagsfeiern haben das Jubiläum nach aussen abgeschlossen. Nach innen pflegen die drei Landeskirchen ihre ökumenische Zusammenarbeit weiter. Das nächste Mal wird dies im gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst auf Tele 1 am 25. Dezember zum Ausdruck kommen.

Grussworte überbracht
Vertreterinnen und Vertreter der Landeskirchen überbrachten an allen sechs Orten Grussworte. «Wir blicken inzwischen auf 51 Jahre Errungenschaften unserer Landeskirchen zurück», sagte Lilian Bachmann, Synodalratspräsident der reformierten Landeskirche in der Hofkirche in Luzern. Dazu gehörten etwa dieSeelsorge für Menschen mit einer Behinderung, in Spitälern, in Kliniken, in Strafanstalten, Alterszentren oder auf Palliativstationen, die Ehe- und Lebensberatung, Sozialberatung, Gassenarbeit, Notfallseelsorge oder die Ausbildungen von Katechetinnen und Katecheten. Gemeinsam mit den staatlichen und nicht-staatlichen Partnern erfüllten die Kirchen «wichtige Aufgaben unserer Gesellschaft», sagte Bachmann. Ihre katholische Kollegin Renata Asal-Steger bezeichnte die sechs Bäume als «Zeichen des Lebensmutes und der Zuversicht – für uns heute und für die Menschen, die nach uns kommen». – «Wann immer ein Baum gepflanzt wird, ist dies ein Zeichen des Vertrauens, des Vertrauens in die Zukunft», fasste Esther Albert, Präsidentin christkatholische Kirchgemeinde Luzern, in Sursee zusammen.

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Bilder in Druckauflösung

Die Bilder zur Baumpflanz-Aktiom zum Bettag können hier in Druckauflösung herunterladen werden. Die Namen der Fotografinnen und Fotografen finden sich in den Bildlegenden im Beitrag.