Die ökumenische Feier, Tradition am Brauchtumstag der Zentralschweizer Erlebnismesse, gestalteten die reformierte Pfarrerin Claudia Speiser und der katholische Zirkus-,Markthändler-und Schaustellerseelsorger Adrian Bolzern. Das Motto lautete «Feuer und Flamme». Alle haben in ihrem Leben etwas, was ihnen sehr gefällt und sie eben brennen. Doch was ist es? Mitgestaltet wurde die Feier von einer Alphornformation.

Die reformierte Pfarrerin Claudia Speiser und der kath. Zirkus-, Markthändler- und Schausteller-Seelsorger Adrian Bolzern. | © 2024 Emanuel Ammon
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Notfallseelsorgende und Care Givers sind bei Suizid, ausserordentlichen Todesfällen, schweren Verkehrsunfällen und weiteren Ereignissen im Einsatz. Sie begleiten Angehörige, unverletzte Beteiligte, Zeugen oder beim Überbringen von Todesnachrichten. 2023 waren sie im Kanton Luzern während rund 850 Stunden bei 82 Ereignissen im Einsatz.

Medienmitteilung vom 24. April 2024

Im Kanton Luzern sind täglich zwei Notfallseelsorgende und Care Givers auf Pikett. Aufgeboten werden sie vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder der Feuerwehr. «Erfolgt ein Aufgebot, so sind wir in der Regel innerhalb von 45 Minuten am Einsatzort», erklärt Christoph Beeler-Longobardi, Co-Leiter ökumenische Notfallseelsorge/Care-Team Kanton Luzern. Im Jahr 2023 standen die Teammitglieder bei 82 Ereignissen im Einsatz (Vorjahr 86) und leisteten während rund 850 Stunden (Vorjahr rund 900) psychologische und seelsorgerliche Unterstützung. «Bei einem schlimmen Vorfall zieht es Angehörigen und Beteiligten den Boden unter den Füssen weg. Unsere Aufgabe ist es, Ereignisse, Gefühle und Handlungen in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, um dadurch wieder handlungsfähig zu werden», so Beeler-Longobardi.

«Eine hohe Zahl»

Im Jahr 2023 waren die Teams nach 25 suizidalen Ereignissen präsent. Im Vorjahr 2022 waren es 20. «Im Vergleich der letzten zehn Jahre ist dies eine hohe Zahl der Ereignisse», sagt Christoph Beeler-Longobardi. Im Bereich der Verkehrsunfälle sank die Zahl im gleichen Zeitraum von sechs Ereignissen im Jahr 2022 auf zwei im Jahr 2023. Am häufigsten gerufen wurden Notfallseelsorgende und Care Givers im vergangenen Jahr wiederum bei ausserordentlichen Todesfällen. Das sind beispielsweise plötzliches Herzversagen in der Öffentlichkeit oder zuhause. Die Zahl solcher Ereignisse stieg auf 31 (Vorjahr 30).

Weiterbildung und Training

Schwerpunkt der Weiterbildungskurse 2023 waren die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen und die Kommunikation in komplexen Situationen. So gab es die Einsatzübung «Morgentau». Dabei wurde die Bewältigung eines Unfalles mit Todesfolge und Verletzten anlässlich einer Schulexpedition geübt. Mit 70 Figurierenden übten Teamleader und Care Giver die Zusammenarbeit mit Schulorganisation und erprobten deren Notfallkonzept. Dabei wurden Ereignisplanung, Umsetzung, Kommunikation, Informationsfluss, Zusammenarbeit mit Partnern und die Betreuung in Gruppen und mit Einzelpersonen im komplexen Zusammenspiel getestet. «Es zeigte sich, dass wir auf solche Ereignisse vorbereitet sind», so Beeler-Longobardi.

Zusammenarbeit von Kirchen und Kanton

Trägerin des Angebots sind die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche gemeinsam mit dem Kanton Luzern. Die Leitung des Teams teilen sich Christoph Beeler-Longobardi und Thomas Seitz. Rund 40 Care Givers und Notfallseelsorgende sind im Team. Die Betriebskosten betragen knapp 100’000 Franken pro Jahr.

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Wofür sind wir «Feuer und Flamme»? Wofür brennt unser Herz? Wir alle haben in unserem Leben etwas, was uns sehr gefällt und wofür wir eben brennen. Doch was ist es und wie entdecken wir es? Am ökumenischen Gottesdienst an der LUGA vom 5. Mai um 10.15 Uhr auf der Eventbühne gehen der katholische Zirkus-, Markthändler-und Schaustellerseelsorger Adrian Bolzern und die reformierte Pfarrerin Claudia Speiser zusammen mit der Gemeinschaft diesen Fragen nach. Die Schweizer Feuerartistin Jennifer Studhalter-Gasser, national und international bekannt, gestaltet die Feier mit. Sie tanzt nicht nur mit dem Feuer, sondern beherrscht auch die hohe Kunst, Feuer zu essen. Musikalisch wird der Gottesdienst von einer Alphornformation begleitet.

Der ökumenische Gottesdienst findet auf der Eventbühne (5) der Messe Luzern statt.
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Die römisch-katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 25. Dezember 2023 aus. Insgesamt haben rund 6000 Zuschauende live am Fernsehen mitgefeiert.

Medienmitteilung vom 10. Januar 2024

Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst seit 2020 einen ergänzenden digitalen Zugang, um die Geburt Jesus zu feiern. Es ist ein Bedürfnis, gemeinsam Hoffnung zu schöpfen, wie die Zahlen zeigen: 6000 Zuschauende haben beim Gottesdienst aus der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Mauritius in Ruswil mitgefeiert. Rinaldo Keiser (Vertreter der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern), Maximilian Paulin (Pfarrer Reformierte Kirche Malters) und Adrian Wicki (Pastoralraumleiter Region Werthenstein) gingen gemeinsam auf die Suche nach dem Kind des Friedens. Für schwerhörige und gehörlose Menschen wurde der Gottesdienst in Gebärdensprache übersetzt.

Kollekte zugunsten Jugendrotkreuz Kanton Luzern

Im Fernsehgottesdienst gab es eine ökumenische Weihnachts-Kollekte zugunsten des Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Luzern als Teil des Schweizerischen Roten Kreuzes. Insgesamt ist ein Betrag in der Höhe von 1000 Franken eingegangen. Die Landeskirchen bedanken sich für das Mitfeiern und die Spenden.

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Die römisch-katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern bieten einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst an. Er wird am Montag, 25. Dezember 2023, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt – mit Übersetzung in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen.

Medienmitteilung vom 12. Dezember 2023

Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang, um die Geburt Jesus zu feiern. Den diesjährigen Gottesdienst aus der katholischen Pfarrkirche St. Mauritius in Ruswil gestalten gemeinsam: Rinaldo Keiser (Vertreter der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern), Maximilian Paulin (Pfarrer Reformierte Kirche Malters) und Adrian Wicki (Pastoralraumleiter Region Werthenstein). Gemeinsam geht es auf die Suche nach dem Kind des Friedens. Für schwerhörige und gehörlose Menschen wird der Gottesdienst am 25. Dezember 2023 um 10 Uhr im Regionalfernsehen Tele1 in Gebärdensprache übersetzt. Inklusion ist den Landeskirchen wichtig.

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«Good News»-Chor gestaltet die Feier musikalisch

Organistin Priska Zettel-Arnet und der Chor «Good News, Ruswil» unter der Leitung von Monika Bühler gestalten den Gottesdienst musikalisch. Der Chor setzt sich aus rund 25 Sängerinnen und Sängern zusammen. Zu hören sind die Stücke «nature boy», «I see a star» und «sunny light of Bethlehem».

Kollekte zu Gunsten des Jugendrotkreuzes

Die Kollekte aus dem Weihnachtsgottesdienst kommt dieses Jahr dem Jugendrotkreuz zugute. Beim Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Luzern als Teil des Schweizerischen Roten Kreuzes engagieren sich junge Persönlichkeiten zwischen 15 und 30 Jahren in verschiedenen sozialen Projekten und Aktionen. Derzeit wirken 75 Freiwillige in den folgenden sechs Bereichen mit: «#99 – das Generationenprojekt» – Freiwillige und Bewohnende des Altersheims Rosenberg verbringen einmal monatlich an einem Samstag Zeit miteinander. «Plaudernachmittag» – in Zusammenarbeit mit HelloWelcome findet ein Austausch mit Menschen aus der gesamten Welt statt. «Träffponkt» – Freiwillige gestalten im Asylzentrum Sonnenhof in Emmenbrücke ein Programm für Kinder und im Asylzentrum Ebikon wird gemeinsam mit Jugendlichen etwas unternommen. «Fit&Food» – ist Bestandteil des Ferienpasses der Stadt Luzern. «Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler» – Freiwillige des JRK unterstützen. Und beim «Mentoring» – in Zusammenarbeit mit der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons Luzern unterstützen Freiwillige Migrantinnen und Migranten in Fragen des täglichen Lebens.

Spendenkonto: CH15 0077 8157 7774 2200 4 oder via TWINT mit Stichwort Weihnachten über diesen QR-Code

Sie gestalten den Fernseh-Weihnachtsgottesdienst 2023 der Luzerner Landeskirchen (von links).: Rinaldo Keiser (Vertreter der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern), Adrian Wicki (Pastoralraumleiter Region Werthenstein) und Maximilian Paulin (Pfarrer Reformierte Kirche Malters). | © 2023 Dominik Thali
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Zurück an den Anfang, um gemeinsam vorwärts zu kommen: Kirchen und Kanton Luzern stellen ihre Aktion zum Bettag dieses Jahr unter das Motto «reset – neu denken – handeln» und laden zum persönlichen Richtungswechsel ein.

Resets gibt es immer wieder im Leben. Manchmal unvorhergesehen, manchmal bewusst. Ob – und wenn ja, wo – unsere Gesellschaft einen Neustart braucht, schreiben Kirchen und Kanton in ihrem Aufruf zum Bettag 2023 nicht. Sie fordern aber dazu auf, sich Zeit fürs Nachdenken darüber zu nehmen. Und fragen: «Welchen Richtungswechsel möchten Sie mit Ihrem persönlichen Reset bewirken, was neu denken und wie handeln?»

Dazu brauche es Offenheit und ein Hinterfragen der eigenen Gewohnheiten – ohne dabei die eigene Identität und die eigenen Überzeugungen aufzugeben, heisst es im Aufruf weiter. Wichtig sei überdies Geduld. Denn gesellschaftliche Veränderungen brauchten Zeit. Kirchen und Kanton – ihnen schliesst sich die Islamische Gemeinde an – ermutigen dazu, «im friedlichen Dialog» den «demokratischen Konsens» zu finden. «Unser aller respektvolles Handeln wirkt sich auf die Mitmenschen und die Natur aus.»

Plakate vor den Kirchen und Spots in den Bussen weisen auch in diesem Jahr auf die Aktion zum Bettag hin. Pfarreien, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften nehmen die Aktion jeweils für die Gestaltung ihrer Feiern zum Bettag auf.

Der Bettagsaufruf 2023 im Wortlaut

Reset ist die Wiederherstellung eines Zustandes, um einen Prozess neu zu starten. Auch in unserem Leben gibt es solche Neustarts – manchmal unvorhergesehen und manchmal ganz bewusst. Dabei wollen wir unsere Identität und unsere Überzeugungen nicht aufgeben. Im Gegenteil, es geht darum, unsere Gemeinschaften zu stärken, indem wir uns auf unsere Werte besinnen: Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Toleranz und Solidarität.

Dazu braucht es eine Offenheit und Reflexion der eigenen Gewohnheiten sowie der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um uns zurückzuziehen und wagen wir, neu zu denken: Ein Richtungswechsel braucht Energie, Mut und Zeit, sich auf Neues einzulassen und Gewohntes loszulassen. Es werden aber auch wieder Energien freigesetzt, wenn wir neu denken, handeln und damit Positives bewirken können.

Gleichzeitig müssen wir Geduld haben und uns bewusst sein, dass gesellschaftliche Veränderungen Zeit beanspruchen. Unsere Nächsten denken mit, und wo Veränderungen uns alle betreffen, werden wir demokratischen Konsens im friedlichen Dialog miteinander finden. Unser aller respektvolles Handeln wirkt sich auf die Mitmenschen und die Natur aus.

Welchen Richtungswechsel möchten Sie mit Ihrem persönlichen Reset bewirken, was neu denken und wie handeln?

Zum Herunterladen

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Gemeinsame Aktion zum Bettag seit 2009

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wird seit 1848 in allen Kantonen jeweils am dritten Sonntag im September gefeiert. Er ist ein staatlicher, über Konfessionsgrenzen reichender Feiertag. Im Kanton Luzern gilt der Bettag als Hoher Feiertag, in einer Reihe mit dem Karfreitag, dem Ostersonntag oder dem Weihnachtstag. Die christkatholische, evangelisch-reformierte und römisch-katholische Landeskirche, die Islamische Gemeinde Luzern und der Kanton treten seit 2009 mit einer gemeinsamen Aktion zum Bettag an die Öffentlichkeit. Die Aktion unter einem jährlich wechselnden Motto soll zum Nachdenken anregen.

Gestern (2. Juni 2023) fand im Kanton Luzern die erste «Lange Nacht der Kirchen» statt. Diese war Teil einer gemeinsamen Aktion mit weiteren zehn Kantonen und in verschiedenen europäischen Ländern. 100 Kirchgemeinden und Pfarreien der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen boten Erlebnisse an, an denen rund 9000 Personen teilnahmen.

Konzerte, Markt der Nationen, Improtheater, Vinyl-Disco, Pilgern, Foto-Safari, Filmnacht, Geisterstunde, Grillabend, Barbetrieb, Lagerfeuer und vieles mehr standen auf dem Programm, verteilt an vielen Standorten im gesamten Kanton. Die «Lange Nacht» war ein Erfolg: Die Rückmeldungen der Teilnehmenden wie der Veranstaltenden waren durchwegs positiv. Von einem «riesigen Erfolg» spricht etwa Karin MacKevett vom Pfarreirat Escholzmatt: «Alle Altersgruppen einbezogen, viele Musikrichtungen, strahlende Gesichter, perfektes Wetter, vielfältiges Programm, Kirche einmal anders erlebt.» Im Pastoralraum Oberes Entlebuch wurden rund 1600 Besucherinnen und Besucher gezählt. In Buchrain wiederum war das Konzert mit der Sängerin Jaël und deren Band ausgebucht, die anschliessende Vinyl-Disco war nicht minder gut besucht. «Wow, wieso kann Kirche nicht immer so eindrücklich sein?», freut sich Mark Steffen von der reformierten Teilkirchgemeinde Buchrain-Perlen.

2025 geht es weiter

Dem ökumenischen Gedanken folgend, spannten dieses Jahr für die «Lange Nacht» die katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen im Kanton Luzern und in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich zusammen. Gemeinsam organisierten sie einmal mehr eine besondere Nacht für alle, die Kirche einmal auf eine andere Art und in einem anderen Licht erleben möchten.

Die katholische, reformierte und christkatholische Landeskirche Luzern danken den Veranstaltenden für die vielfältigen Erlebnisse und den Teilnehmenden für das Kommen in der Sommernacht des 2. Juni 2023. Dieses Angebot hat eine internationale Ausstrahlung und spricht alle Generationen an. Die nächste Lange Nacht der Kirchen findet am Freitag, 23. Mai 2025, statt.

Beromünster | © Emanuel Ammon
Römerswil | © Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Buchrain | © 2023 Emanuel Ammon
Dagmersellen | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Peterskapelle Luzern | © 2023 Emanuel Ammon
Zell | © 2023 Mathias Bühler
Adligenswil | © 2023 Emanuel Ammon
Ebikon | © 2023 Marcel Bucher
Emmen-Rothenburg | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Hitzkirch | © 2023 Dominik Thali
Escholzmatt | © 2023 Martin Zemp
Menznau | © 2023 Martin Zemp
Ufhusen | © 2023 Mathias Bühler
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Bilder in Druckauflösung

Die ersten fünf Bilder dieser Galerie können hier in Druckauflösung heruntergeladen werden (auf Link klicken, rechte Maustaste, «Bild speichern unter»):

  • Beromünster, am Lagerfeuer (Bild Emanuel Ammon)
  • Buchrain, Konzert mit Jaël & Band (Bild Emanuel Ammon)
  • Dagmersellen, in der dicht besetzten Kirche (Bild Matthias Bühler)
  • Escholzmatt, in der Kirche (Bild Martin Zemp)
  • Römerswil, Fackelspaziergang (Bild Nique Nager)

Am Freitag, 2. Juni, findet im Kanton Luzern die erste «Lange Nacht der Kirchen» statt. Diese ist Teil einer gemeinsamen Aktion mit weiteren zehn Kantonen in der Schweiz und in verschiedenen europäischen Ländern. An diesem Abend bieten rund 100 Kirchgemeinden und Pfarreien der katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen über 100 Veranstaltungen an.

Medienmitteilung vom 16. Mai 2023

Konzerte, Markt der Nationen, Improtheater, Vinyl-Disco, Pilgern, Foto-Safari, Filmnacht, Geisterstunde, Grillabend, Barbetrieb, Lagerfeuer und vieles mehr wird an der ersten «Langen Nacht der Kirchen» seitens der Kirchgemeinden und Pfarreien verteilt über den gesamten Kanton Luzern angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Übersicht findet sich auf der Website langenachtderkirchen.ch/luzern.

Ökumenisch, interkantonal und international

Dem ökumenischen Gedanken folgend, spannen die katholischen, reformierten und christkatholischen Kirchen im Kanton Luzern und in den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich zusammen. Gemeinsam organisieren sie eine besondere Nacht für alle, die Kirche einmal auf eine andere Art und in einem anderen Licht erleben möchten. Dieses Angebot hat eine internationale Ausstrahlung und spricht alle Generationen an.

Raum für Begegnung

Bisher sprachen drei Ausgaben in den Jahren 2016, 2018 und 2021 jeweils mehrere tausend Teilnehmende an. Die drei Landeskirchen des Kantons Luzern wollten 2020 erstmals mitwirken, was dann allerdings aufgrund der Pandemie nicht möglich war. Auf die Mitwirkung 2021 verzichteten die Landeskirchen aufgrund der Schutzmassnahmen ebenfalls. Deshalb ist im Jahr 2023 Erstaustragung im Kanton Luzern. Die Kirchgemeinden und Pfarreien geben Einblick, wie sich die Kirche in das gesellschaftliche Leben einbringt. Sie bieten Oasen zu Sinnfragen und ermöglichen Plattformen für den Austausch sowie den Dialog. Die vielen freiwilligen Mitarbeitenden planen gemeinsam und vielerorts ökumenisch.

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«Auf dass ihr eins werdet» steht am Fuss der «Skulptur der Gemeinschaft» in der Parkanlage Bühlermatte beim Verkehrshaus. Die «Skulptur der Gemeinschaft», 1963 eingeweiht und vor 30 Jahren beschädigt, ist jetzt wieder errichtet worden. Am 9. Mai wurde sie enthüllt.

Während über 30 Jahren präsentierte sich die Skulptur des Luzerner Bildhauers und Grafikers Rolf Luethi (1933–2015) unvollständig. Was mit dem oberen Teil der Plastik («Flammen») geschehen ist, konnte aufgrund der Unterlagen im Stadtarchiv Luzern nicht ermittelt werden. 2020 fand das 50-Jahr-Jubiläum der katholischen und reformierten Landeskirche statt. Damals nahm sich die Reformierte Kirche Kanton Luzern des Denkmals an. Ihr Anliegen, ein Replikat der Skulptur zu erstellen, stiess bei der Stadt Luzern auf offene Ohren. Unter der Leitung von Stadtgrün Luzern und gemeinsam mit Piet Luethi, dem Sohn von Rolf Luethi, sowie der städtischen Denkmalpflege wurde ein Konzept erstellt. Beauftragt wurde die Kunstschlosserei Villiger aus Bünzen. Als Vorlage konnte auf ein 1:2-Modell der Skulptur aus dem Familienbesitz der Luethis zurückgegriffen werden. Finanziert wurden die Arbeiten durch die Stadt Luzern, die Albert Koechlin Stiftung AKS, die Josef Müller Stiftung, die katholische Kirche im Kanton Luzern, die Reformierte Kirche Kanton Luzern sowie die Christkatholische Kirchgemeinde Luzern.

«Ut unum sint» – auf dass ihr eins werdet

Rolf Luethi hatte die «Skulptur der Gemeinschaft» vor 60 Jahren als Mitglied einer ursprünglich anonymen Gruppe gestaltet. Die Gruppe war 1962 an den Stadtrat gelangt mit der Idee, eine «moderne Plastik» aufzustellen, «welche in einfacher und jedermann verständlicher Form die Annäherung aller Christen symbolisieren» sollte – dies «im Hinblick auf das vatikanische Konzil (1962–1965), das die Wiedervereinigung aller Christen zum Thema» habe.
Der Stadtrat nahm das Geschenk an; die Skulptur wurde am 21. Dezember 1963 eingeweiht. «Ut unum sint – auf dass ihr eins werdet» heisst es auf dem Sockel. Otto Karrer (1888–1976), Theologe und katholischer Priester in Luzern, Vorkämpfer für die Ökumene in der Schweiz, wünschte sich als einer der Redner, dass «alle, die Menschenantlitz tragen, trotz ihrer Verschiedenheit der Herkunft, der Farbe, der Rasse, der Nationen und Kulturen, eins seien», sie sollten «einander annehmen und sich ertragen». Den Christinnen und Christen, so Karrer weiter, möge das «Bildwerk Ermahnung und Ermutigung sein zu gegenseitigem Verstehen, zu Beseitigung von Vorurteilen, zur Bereitschaft, theologische und praktische Schwierigkeiten in Liebe und Sachlichkeit zu klären».

Gruppenbild nach der Enthüllung (von links): Lilian Bachmann (Reformierte Kirche Kanton Luzern), Adrian Suter (Christkatholische Kirchgemeinde Luzern), Muhamed Sabanovic (Islamische Gemeinde Luzern), Piet Luethi (Sohn des Künstlers Rolf Luethi), Adrian Borgula (Stadtrat Luzern), Chaim Drukman (Chabad Zentralschweiz), Barbara Renggli (Albert Koechlin Stiftung AKS), Annegreth Bienz-Geisseler (römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern) und Hanspeter Wasmer (Bischofsvikar, kath. Kirche). | © 2023 Emanuel Ammon
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Eventbühne statt Kirche, Trachtenchor statt Orgel: Das ist der Gottesdienst an der LUGA, der Zentralschweizer Erlebnismesse in Luzern. Zu der ökumenischen Feier am 7. Mai laden die drei Landeskirchen gemeinsam ein.

Der Gottesdienst um 10.15 Uhr auf der Eventbühne verbindet Generationen, und es wird etwas für alle fünf Sinne mit dabei sein: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken. Der reformierte Pfarrer Andreas Baumann und der katholische Zirkus-, Marktfahrer- und Schausteller-Seelsorger Adrian Bolzern gestalten die Feier gemeinsam, unterstützt vom Trachtenchor Flühli. Humor, Dankbarkeit und Besinnlichkeit stehen Mittelpunkt – ein Erlebnis für die Seele.

Mit dem Gutschein, den Sie hier herunterladen können, erhalten sie 5 Franken Ermässigung auf das Eintrittsticket an einem beliebigen Tag.

Der LUGA-Gottesdienst findet auf der Eventbühne zwischen den Hallen 2 und 3/4 statt.
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